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Gefahrgutalarm an der Talstraße

Anruf in Lübeck- Hamelner löst Großeinsatz aus

KLEIN BERKEL. Mit einem sonderbaren Telefonanruf bei einem Dienstleistungsunternehmen in Lübeck hat ein Mann aus Klein Berkel am Montagvormittag einen großangelegten Gefahrguteinsatz und eine Straßensperrung in Klein Berkel ausgelöst. Der 35-Jährige, der in einem Haus an der Talstraße wohnt, habe etwas von Bleichmitteldämpfen erzählt.

veröffentlicht am 16.01.2017 um 17:35 Uhr

Notarzt- und Rettungswagen, Feuerwehr- und Polizeifahrzeuge stehen auf der gesperrten Talstraße. Zu diesem Zeitpunkt weiß noch niemand, was passiert ist. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Dann sei das Gespräch plötzlich abgebrochen, berichtet Oberkommissar Andreas Appel auf Anfrage der Dewezet. Weil die Lage völlig unklar war, habe der Mitarbeiter der schleswig-holsteinischen Firma den Notruf 110 gewählt. „Die Lübecker Polizei hat den Anrufer gegen 11 Uhr zur Wache in Hameln durchgestellt“, sagte Appel. Die Beamten informierten die Feuerwehr.

Sekunden später löste die Leitstelle Gefahrgutalarm aus. Neben dem Löschzug der Hamelner Wachbereitschaft und dem ehrenamtlichen Team „Gefahrgut“ eilten auch Freiwillige aus Klein Berkel, Haverbeck, Halvestorf und Afferde, ein Notarztfahrzeug aus Bodenwerder und zwei DRK-Rettungswagen zur Anschrift des Mannes. Es wurde angenommen, dass ein unbekanntes Bleichmittel ausgetreten ist. Die Talstraße wurde von Helfern, die schweren Atemschutz angelegt hatten, mit Flatterband abgesperrt. 60 Polizisten, Feuerwehrleute und DRK-Rettungsassistenten rückten mit 17 Fahrzeugen an.

Nur ein Hausbewohner war daheim. Der Hamelner wusste von nichts. Derjenige, der in Lübeck angerufen hatte, ließ sich nicht blicken. Die Feuerwehr brach drei Türen auf, suchte in mehreren Wohnungen nach einem chemischen Stoff. Brandamtmann Thomas Breitkopf vom Einsatzführungsdienst der Hamelner Feuerwehr, forderte zusätzlich den in Marienau stationierten Erkundungskraftwagen des ABC-Zuges an. Dieses vom Bund angeschaffte Sonderfahrzeug verfügt über eine spezielle Messtechnik. „Wir haben keine verdächtigen Substanzen aufspüren können – weder flüssige noch gasförmige“, sagte Breitkopf.

3 Bilder
Foto: ube

Die Polizei versuchte derweil, den Mann ausfindig zu machen. Zunächst ohne Erfolg. Kurz vor 12 Uhr wurde der Feuerwehreinsatz abgebrochen und die Straße wieder für den Verkehr freigegeben.

Wenig später kehrte der 35-Jährige zu seiner Wohnung zurück. Er gab sinngemäß an, bei einer Krankenkasse angerufen zu haben, weil er ein Bleichmittel aufgenommen habe, dieses aber nicht über die Haut ausscheiden könne. Danach sei er zum Einkaufen gefahren. Dass sein Anruf einen Großeinsatz auslösen würde, habe er nicht geahnt.



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