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Freiwillige aus Weibeck und Fischbeck rücken aus

Alarm! Sirenen heulen in zwei Dörfern

WEIBECK. Dass giftiger Rauch aus dem Sicherungskasten eines Wohnhauses quillt, ist eher ungewöhnlich - und besorgniserregend. In zwei Dörfern heulten am Samstagabend gegen 18.30 Uhr die Sirenen. Die Feuerwehren Weibeck und Fischbeck wurden zum Veilchenweg gerufen.

veröffentlicht am 24.09.2017 um 07:46 Uhr
aktualisiert am 24.09.2017 um 12:50 Uhr

Feuerwehrleute tragen Atemschutz. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Mit Blaulicht und Sirene rückten die Kräfte ab. Mit dabei war das vielleicht älteste Feuerwehrfahrzeug, das in Niedersachsen im Einsatz ist: das 1965 gebaute Tragkraftspritzenfahrzeug der Feuerwehr Weibeck, das optisch aussieht wie neu. Nach Angaben der Ersten Hauptfeuerwehrfrau Caro Battermann trennten die Freiwilligen zunächst den Sicherungskasten vom Stromnetz. Eine erste Erkundung der zunächst unklaren Lage ergab, dass sich offenbar Rußablagerungen im Schornstein entzündet hatten. "Der Qualm konnte nicht vollständig durch den Schlot ins Freie ziehen. Deshalb hat er sich noch einen anderen Weg gesucht." Als die Verqualmung im Haus dann zu stark wurde, ging ein Trupp, der sich mit schwerem Atemschutz ausgerüstet hatte, zum Lüften hinein. Der von der Feuerwehr verständigte Bezirksschornsteinfeger-Meister reinigte den Schlot mit Kehrgerät und löschte den Brand auf diese Weise. Wasser darf bei Schornsteinbränden nicht eingesetzt werden. Feuerwehrleute wissen: In einem brennenden Schlot können Temperaturen von 1000 bis 1500 Grad Celsius entstehen. Manche Schlotbrände sind so heiß wie flüssige Lava. Aus einem Liter Wasser würden bei dieser extremen Hitze explosionsartig 1700 Liter Dampf entstehen und den Schlot sprengen. Wenn das passiert, entsteht leicht ein Wohnungsbrand. Für den Fall, dass Strahlungshitze Möbel entzündet oder Risse im Schornstein entstehen, hatten die Feuerwehren vorsorglich Schlauchleitungen von einem Tanklöschfahrzeug und von einem Hydranten bis zum Wohnhaus verlegt. Unklar ist, wie der Rauch vom Ofenrohr oder vom Schlot ins Haus gelangen konnte. Ein Experte suche nach der Ursache, sagte Caro Battermann.

2 Bilder
Atemschutz wird angelegt. Kameraden assistieren. Foto: ube


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