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Leck lässt sich erst nach über zwei Stunden schließen / Anwohner evakuiert

Alarm in Bückeburg: Bagger kappt Gasleitung

BÜCKEBURG. In der Bückeburger Innenstadt hat es am Mittwochnachmittag einen Großeinsatz der Rettungskräfte gegeben. Bei Bauarbeiten an dem Neubau Herder-Quartier an der Ecke von Schulstraße und Herderstraße hatte gegen 13.45 Uhr ein Bagger eine Gasleitung beschädigt. Da sich die Leitung nicht abschotten ließ, strömte das Gas über zwei Stunden weiter aus dem Leck, bis es geschlossen werden konnte.

veröffentlicht am 13.12.2017 um 17:38 Uhr

Mit zwei Baggern wurden rechts und links der beschädigten Stelle Gruben ausgehoben, um Abschieber aufzusetzen und so das Leck abzudichten. Foto: rc
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
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Neun Bewohner und ein Hund aus neun umliegenden Häuser wurden evakuiert und zunächst in einem Bus des Landkreises untergebracht. Später wurden sie in eine Seniorenwohnanlage des DRK gebracht und betreut. Nach dem Abdichten des Lecks konnten sie in ihre Wohnungen zurückkehren. Der Bus wurde dann von den Einsatzkräften genutzt, die bei Wind und Regen stundenlang im Freien ausharrten und sich so aufwärmen konnten.

Explosionsgefahr im Freien bestand nur bedingt, da bei heftigem Wind und Regen das Gas verdünnt und abgetrieben wurde. Dennoch wurde die Bevölkerung über Rundfundurchsagen gewarnt, Türen und Fenster geschlossen zu halten und den Bereich zu meiden.

Um das Leck abdichten zu können, mussten rechts und links der beschädigten Leitung erst zwei weitere Gruben ausgehoben werden. Dann konnten Techniker der Stadtwerke Schaumburg-Lippe zwei Abschieber aufsetzen und so den Gasaustritt abstellen. Danach wurde die schadhafte Stelle ersetzt, sodass die Schieber wieder abgenommen werden konnten.

Einsatzleiter Oliver Witt war als erste vor Ort – und setzte umgehend die Einsatzmaschinerie in Gang. Foto: rc
  • Einsatzleiter Oliver Witt war als erste vor Ort – und setzte umgehend die Einsatzmaschinerie in Gang. Foto: rc
Mit Messgeräten prüfen Mitarbeiter der Stadtwerke, ob Gas in die Kanalisation gelangt ist und dort ein höchst explosives Gemisch entstanden ist. Foto: rc
  • Mit Messgeräten prüfen Mitarbeiter der Stadtwerke, ob Gas in die Kanalisation gelangt ist und dort ein höchst explosives Gemisch entstanden ist. Foto: rc

Während dieser Arbeiten wurde immer wieder das Kanalsystem auf mögliche Gasansammlungen überprüft. Nach dem Abdichten des Lecks waren Feuerwehrleute mit Messgeräten im Einsatz um Wohnungen und Kellerräume in der Umgebung auf mögliche Gasansammlungen zu kontrollieren. Gemessen wurde auch dort nichts. Um die Einsatzkräfte während der Arbeiten zu schützen, war der Pulverlöschzug aus Obernkirchen angefordert worden. Ein Feuerwehrmann sicherte unter Atemschutz die engere Einsatzstelle. Der Bereich war weiträumig abgesperrt worden. Vom Kreisel an der Georgstraße bis zur Stadtkirche war die Schulstraße komplett gesperrt. Auch Passanten durften nicht passieren. Auch die Herderstraße, derzeit wegen des Neubaus des Herder-Quartiers ohnehin eine Sackgasse, war gesperrt. Der Verkehr wurde über die Ulmenallee/Herminenstraße umgeleitet. Die Feuerwehr war neben den Kräften aus Bückeburg mit dem ABC-Zug der Umweltschutzeinheit und Kräften der Lebenshilfe Rinteln vor Ort – insgesamt 45 Kräfte. Der Rettungsdienst war mit zwölf Kräften im Einsatz, die Polizei mit sechs Beamten.



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