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Schwelbrand in Filteranlage sorgt für Großeinsatz

Aerzen: Feuer in holzverarbeitendem Betrieb

veröffentlicht am 30.08.2016 um 11:41 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:58 Uhr

Einsatzkräfte konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen.
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite

Relativ kleine Flammen haben am Dienstagvormittag in Aerzen für ein Großaufgebot an Feuerwehrkräften gesorgt. Auf dem Firmengelände der Aerzener Bastkunst hatten sich in einer Filteranlage feine Holzpartikel entzündet. Das Feuer wurde rechtzeitig entdeckt, konnte so nicht auf einen angrenzenden Spänebunker übergreifen.
Nach dem Blick auf ihre piependen Meldeempfänger hatten sich einige Feuerwehrleute bereits auf einen langen Einsatz eingestellt. „Aerzen, Reinerbecker Straße brennt Spänebunker“, hieß es in der Einsatzmeldung. Denn in den meisten Fällen ist es erforderlich, die mehrere Kubikmeter fassenden Silos zu entleeren und brennende Holzspäne auf freiem Gelände zu löschen. Eine aufwendige Arbeit.
Mitarbeiter hatten gegen zehn Uhr in einer Produktionshalle verdächtigen Brandgeruch wahrgenommen. Inhaber Jens Cramer ging der Sache sofort auf den Grund. Der Firmenchef warf durch eine Revisionsklappe einen Blick in die Filteranlage. In dem Gerät wird aus der Halle gesaugte Luft gefiltert. Stäube und Holzpartikel werden anschließend in einen Spänebunker transportiert, gesäuberte Luft wieder in die Hallen geblasen. Der Aerzener entdeckte tatsächlich glimmende Glutnester auf dem Boden der Anlage.
Der erfahrene Holzexperte wusste sofort, dass er ohne Hilfe die Flammen nicht beherrschen kann. „Selbst zu löschen ist zu gefährlich“, sagte Cramer. Es könne schnell zu einer Staubexplosion führen. Er rief die Feuerwehr. Einsatzkräfte aus Aerzen, Dehmke, Grießem, Groß Berkel rückten aus. In Hameln bestiegen Feuerwehrleute das Drehleiterfahrzeug. Auch Alexander Meier, Fachberater des Technischen Hilfswerks, wurde alarmiert.
Trupps versuchten, den Schwelbrand mit Kohlendioxid-Feuerlöschern zu ersticken. Das misslang – in die Anlage einströmende Luft hatte das Feuer aufflammen lassen. Die Feuerwehrleute setzten daraufhin Wasser ein. Sie pumpten Löschwasser in die fest installierte Steigleitung der Lüftungsanlage. Kurz darauf war der Brand gelöscht. Ein Gebäudeschaden war nicht entstanden. Laut Cramer soll die Produktion am Mittwoch wieder aufgenommen werden. Die Reinerbecker Straße war bis zum Einsatzende am Mittag für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt.



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