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Kehrmaschine zieht kilometerlange Ölspur

Achtung! Gefährliche Ölspur in Hameln

HAMELN. Sie schillerte in den Regenbogenfarben, war kilometerlang, glitschig und gefährdete sowohl die Umwelt als auch den Verkehr – die Ölspur zog sich vom Felsenkellerweg über die Liegnitzer Straße bis zur Riepenstraße hin.

Autor

Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Der Ölbekämpfungseinsatz im Hamelner Klütviertel begann gegen 7.15 Uhr und wird sich voraussichtlich noch bis zum späten Montagnachmittag hinziehen. Eine Kehrmaschine hatte größere Mengen Öl verloren. Ursache: ein technischer Defekt.
Ehren- und hauptamtliche Kräfte der Feuerwehr rückten aus, um Schlimmeres zu verhindern. Die Männer sprühten eine milchige Flüssigkeit auf den Asphalt. Das Spezialmittel sorgt dafür, dass Bakterien, die in der Umwelt vorhanden sind, Öl in Kohlensäure und Wasser umwandeln können. „Um rasch handeln zu können, haben wir uns während des laufenden Umwelteinsatzes vier zusätzliche Drucksprüher gekauft. Deshalb konnten wir das Mittel zeitgleich mit acht Spitzen verteilen“, erzählt Brandoberamtsrat Andreas Zerbe. Allerdings waren nach ein paar Stunden sämtliche Vorräte des Zaubertranks für Mikroorganismen, die auf Öl und Diesel stehlen, aufgebraucht. Die Feuerwehr musste sich ein paar Kanister bei der Straßenmeisterei ausleihen. Mitarbeiter des Betriebshofes der Stadt unterstützten die Feuerwehrleute, entfernten die mit Öl kontaminierte obere Splitt-Schicht eines Wanderparkplatzes. Am Ende wurde ein Spezialunternehmen aus dem Auetal angefordert. Mit Hochdruck wurde die verschmutzte Asphaltdecke porentief gereinigt.

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