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Landgericht Hannover verurteilt 37-jährigen Asylbewerber

Acht Jahre Haft wegen Vergewaltigung in Hameln

Hannover/Hameln. Ein 37 Jahre alter Asylbewerber aus Algerien, dem zwei Sexualstraftaten in Hameln vorgeworfen worden sind, ist vom Landgericht Hannover zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann war wegen besonders schweren Vergewaltigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung sowie einer versuchten Vergewaltigung angeklagt.

veröffentlicht am 23.02.2016 um 10:58 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:08 Uhr

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Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite

Der 37 Jahre alte Mann muss für acht Jahre ins Gefängnis. So lautet das Urteil im Prozess wegen einer besonders schweren Vergewaltigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung sowie wegen einer versuchten Körperverletzung. Die Richter an der 1. Großen Strafkammer des Landgerichts Hannover sahen es als erwiesen an, dass der Nordafrikaner die ihm vorgeworfenen Taten begangen hat.
 Verhandelt wurden zwei Sexualstraftaten, die sich im Sommer letzten Jahres ereigneten. Am 30. August wurde eine 25-Jährige an der Hamelner Bahnhofstraße angegriffen und in einen dunklen Durchgang gezerrt. Dort verging sich der Täter an seinem Opfer, nahm sexuelle Handlungen an der Frau vor. Durch Hilferufe waren Passanten aufmerksam geworden und schritten ein.
 Das Opfer schleppte sich nach der Tat zum Bahnhof und bat fremde Menschen, für sie einen Krankenwagen zu besorgen.
 Wenige Tage zuvor war am Bürgergarten eine Frau auf offener Straße zu Boden gerissen worden. Der Täter hatte versuchte, die Frau zu entkleiden. Erst als durch Hilferufe Passanten auf das Geschehen aufmerksam geworden waren, ließ der Mann von der Frau ab.
 Das Urteil wurde am Montag frühzeitig gesprochen. Eigentlich waren bis Mitte März noch zwei weitere Verhandlungstage angesetzt. Doch die Beweislage war eindeutig. Für die Richter spielten offenbar am Tatort und am Opfer gefundene DNA-Spuren eine Schlüsselrolle.
 Unter anderem sollen Blutspuren des Mannes am Tatort gefunden worden sein. Eine Biologin vom Landeskriminalamt hatte am Verhandlungstag vor Gericht ein Gutachten präsentiert. Zudem war der Mann im Laufe des Prozesses von einem der Opfer zweifelsfrei identifiziert worden. Ein Geständnis legte der 37-Jährige nicht ab.
 Mit der Verhängung der achtjährigen Haftstrafe blieb das Gericht knapp unter der Forderung der Staatsanwaltschaft – die hatte acht Jahre und sechs Monate gefordert. Die Verteidigung plädierte auf ein Strafmaß von sechs Jahren. Der Haftbefehl wird aufrechterhalten.



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