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Ein Schwer-, ein Leichtverletzter / Kilometerlanger Stau

A2 zwischen Lauenau und Rehren nach Lkw-Unfall gesperrt

Lauenau (dpa). Die Autobahn 2 zwischen Lauenau und Rehren bleibt in Fahrtrichtung Dortmund für Aufräumarbeiten nach einem Lkw-Unfall noch bis Dienstagmorgen gesperrt. Bei dem Unfall ist ein Lastwagenfahrer in seinem Führerhaus eingeklemmt und schwer verletzt worden. Ein zweiter Lkw-Fahrer wurde leicht verletzt, ein dritter Lastwagen beschädigt.

veröffentlicht am 27.06.2016 um 13:06 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:49 Uhr

Nach Angaben der Polizei war der 46-jährige mutmaßliche Unfallverursacher mit seinem Sattelzug auf dem Hauptfahrstreifen der Autobahn in Richtung Dortmund unterwegs. Zwischen den Anschlussstellen fuhr er auf den stehenden Lkw eines 49 Jahre alten Fahrers auf und schob diesen auf einen davor wartenden Sattelzug.

Die Autobahn wird in Fahrtrichtung Dortmund während der Bergungs- und Aufräumarbeiten voraussichtlich bis Dienstagmorgen voll gesperrt bleiben, heißt es von der Polizei. Die Fahrbahndecke müsse erneuert werden. Verkehrsteilnehmer müssen sich auf Beeinträchtigungen einstellen. Am Montagmittag hatte sich bereits ein 12 Kilometer langer Stau gebildet. Der Schaden beläuft sich der Polizei zufolge auf etwa 300 000 Euro.

Schon kurz nach dem Unfall um 6.45 Uhr bildeten sich lange Autoschlangen in Richtung Dortmund. Nach Informationen der Polizei hatte der 46 Jahre alte Fahrer eines Sattelzuges offenbar zu spät bemerkt, dass sich zwischen den Anschlussstellen Lauenau und Rehren ein Stau gebildet hatte. Er fuhr auf einen am Stauende stehenden Lkw auf und schob diesen auf einen dritten Lastwagen. Durch den Zusammenstoß wurde die Fahrerkabine des 46-Jährigen nahezu komplett zerstört und der Fahrer darin eingeklemmt. Die Feuerwehr musste ihn mit schwerem Gerät befreien. Ein Rettungswagen brachte ihn schwer verletzt in eine Klinik. Auch der 49 Jahre alte Fahrer des am Stauende stehenden Lastwagens erlitt leichte Verletzungen und kam in ein Krankenhaus.

Während der Bergungs- und Aufräumarbeiten war die A 2 in Richtung Dortmund komplett gesperrt. Ab der Unfallstelle bildete sich ein Stau, der weit in die Region Hannover reichte. Auch das Weserbergland spürte die Auswirkungen des Unfalls: Viele Auto- und Lastwagenfahrer wählten als Ausweichroute das Weserbergland. Infolgedessen war zum Beispiel der innerstädtische Verkehr in Hameln recht zähfließend.

Zudem wurde die Arbeit von Polizei und Rettungskräften erneut behindert, da viele Autofahrer keine Rettungsgasse bildeten. Einige ganz dreiste Verkehrsteilnehmer parkten ihre Fahrzeuge sogar auf dem Standstreifen und gingen zu Fuß zu einer nahegelegenen Raststätte. Sie müssen nun mit einem Bußgeld von 70 Euro und einem Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg rechnen.

Auch Autofahrer, die am Montag auf der A 2 in die entgegengesetzte Richtung unterwegs waren, brauchten Geduld. Kurz hinter dem Autobahnkreuz Buchholz ließ die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr neue Schilder aufstellen und Markierungsarbeiten durchführen. Dafür musste der Verkehr auf zwei Spuren an den Baustellen vorbeigeführt werden. Alle Lastwagen, die aus Richtung Dortmund kamen, wurden ab dem Kreuz Buchholz über die A 37 zum Kreuz Kirchhorst geleitet, wo sie über die A 7 und das Autobahnkreuz Hannover-Ost wieder auf die A 2 gelangten. Dafür hatte die Verkehrsmanagementzentrale auf der A 37 sogar den Standstreifen für den Verkehr freigegeben, dennoch entstanden bis zum Ende der Baumaßnahmen am Nachmittag immer wieder mehrere Kilometer lange Staus auf der A 2 in Richtung Berlin.



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