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Täter-Duo soll schon mehrfach zugeschlagen haben / Bundesweite Fahndung

Überfall in Salzhemmendorf - Tatverdächtige identifiziert

Salzhemmendorf. Der Überfall auf die Postfiliale an der Hauptstraße in Salzhemmendorf, der am späten Dienstagnachmittag verübt wurde, gilt als aufgeklärt.  Polizeibeamte haben am Freitagvormittag in Gelsenkirchen die Wohnungen der beiden Tatverdächtigen durchsucht. Es handelt sich um einen 25 Jahre alten Mann und um eine gleichaltrige Frau.

veröffentlicht am 27.05.2016 um 16:57 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:12 Uhr

Diese Mütze hatten die Täter verloren. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Das Pärchen sei sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch in Niedersachsen bereits wegen ähnlicher Delikte in Erscheinung getreten, sagte am Nachmittag Oberkommissar Jens Petersen. Die Gesuchten waren nicht zu Hause. Nach ihnen wird bundesweit gefahndet. In Salzhemmendorf hatte der Mann die Angestellte (60) mit Fragen zu Grußkarten abgelenkt, so dass sich seine Komplizin unbemerkt in die hinteren Geschäftsräume schleichen konnte. Dort plünderte die Frau einen nicht verschlossenen Tresor – sie erbeutete eine größere Summe Geld. „Zu dem schnellen Ermittlungserfolg haben unter anderem die zahlreichen Hinweise aus der Bevölkerung beigetragen“, sagte Petersen. Die Ermittler aus Bad Münder mussten nur noch eins und eins zusammenzählen. Eine Augenzeugin hatte am Tattag eine Frau mit einem blonden Zopf und einer Baseball-Kappe gesehen, die aus der Volksbank Coppenbrügge herauslief. Sie stieg in einen Kleinwagen der Marke Citroën mit GE-Kennzeichen (Gelsenkirchen). Der Fahrer fuhr in Richtung Salzhemmendorf weg. Ein solches Auto, das Ähnlichkeiten mit einem Hyundai i20 oder Mazda 2 aufweist und von einem anderen Zeugen in Tatortnähe gesehen wurde, ist auf den Verdächtigen zugelassen. Ausschlaggebend für die Ermittlung der Tatverdächtigen war jedoch die Recherche in polizeiinternen Fahndungsblättern. „Bei einer anderen gleichgelagerten Tat war das Täter-Duo nämlich bereits identifiziert worden“, erzählt Petersen. Zeitgleich habe sich eine Polizistin der Dienststelle Seevetal bei der Polizei Bad Münder gemeldet. Die Kommissarin hielt sich zufällig im Landkreis Hameln-Pyrmont auf und erfuhr aus den Medien von dem räuberischen Diebstahl. Im April hatte sie einen ähnlichen Fall bearbeitet. Die Täterbeschreibungen kamen ihr bekannt vor. 

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