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Erneut Umweltalarm / Wasserbehörde ermittelt

Ölfilm auf der Fluthamel: Drohne unterstützt Feuerwehr

HAMELN. Erneut Umweltalarm in Hameln – zum zweiten Mal innerhalb von nur zwei Monaten sind Experten der Feuerwehr und der städtischen Wasserbehörde zur Fluthamel gerufen worden. Mit einer 20 Meter langen schwimmenden Ölsperre konnten die Einsatzkräfte verhindern, dass ein kilometerlanger Ölfilm in die Weser gelangt.

veröffentlicht am 22.05.2019 um 13:26 Uhr
aktualisiert am 13.06.2019 um 15:44 Uhr

Kurz vor der Flussmündung bauten Feuerwehrleute eine 20 Meter lange Ölsperre auf. Dabei kam auch ein Boot zum Einsatz. Foto: Feuerwehr
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Mit einem Boot hatten Feuerwehrleute zuvor ein Seil über die Fluthamel gezogen und damit die Sperre in Position gebracht. Zusätzlich wurden vier je drei Meter lange Ölschlängel ausgelegt. Es handelt sich um dicke Schläuche, die mit einem Kork-Granulat gefüllt sind. Es saugt das Öl auf. Bereits am 25. März hatte es an derselben Stelle einen ähnlich großen Umwelteinsatz gegeben.

Am Dienstagabend um 19.51 Uhr war zunächst die ständig besetzte Wachbereitschaft der Feuerwehr Hameln alarmiert worden. Michael Wömpener übernahm die Einsatzleitung. Er ließ umgehend das Ausmaß des Ölschadens erkunden. „Wir haben an der Kuhlmannstraße, an der Kuhbrückenstraße und am Hastenbecker Weg geschaut, wie stark die Verschmutzung des Gewässers ist. Unser Ziel war es natürlich auch, den Einleiter zu finden“, erklärt Wömpener. An einigen Stellen habe es stark nach Diesel gerochen. Zum Einsatz kam auch eine Drohne. Die Staffel der Kreisfeuerwehr war mit zwei Fluggeräten ausgerückt, um den Einsatzleiter zu unterstützen.

An der Eisenbahnbrücke über die Remte wurden die Helfer schließlich fündig. „Dort befindet sich der Auslauf eines Regenwasser-Kanals. Aus dem Rohr lief Öl in die Remte.“ Damit war klar, dass sowohl auf der Remte als auch auf der Fluthamel Ölschlieren treiben – und zwar auf einer Länge von 2,8 Kilometern. Der Einsatzführungsdienst forderte umgehend Verstärkung an. Eile tat not, denn: „Wir wollten unbedingt verhindern, dass die umweltgefährdende Flüssigkeit in die Weser gelangt.“ Weil der Weserpegel rasant angestiegen war, staute sich das Fluthamel-Wasser an der Mündung. „Die Fließgeschwindigkeit ging gegen null.“

Bunt schillernde Ölschlieren – die Fluthamel aus der Vogelperspektive, aufgenommen von einer Drohne der Kreisfeuerwehr.

Während Freiwillige an der Weser ein Schlauchboot zu Wasser ließen und vor der Löwenbrücke eine Sperre aufbauten, öffneten Freiwillige der Feuerwehr Afferde mehrere Kanaldeckel. „Gemeinsam mit der Expertin der Unteren Wasserbehörde, die den Umwelteinsatz koordiniert hat, habe ich nach dem Verursacher gesucht“, berichtete Michael Wömpener.

Ermittler des Einsatz- und Streifendienstes waren ebenfalls vor Ort. Am Mittwoch setzte die Umweltbehörde der Stadt Hameln ihre Nachforschungen fort.



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