weather-image
16°

Anwohner beobachten Schützen aus Dachgeschossfenster

30-Jähriger hantiert mit Softair-Gewehr

TÜNDERN. Ein größerer Polizeieinsatz, der erst am Sonntag auf Nachfrage bekannt gegeben wurde, sorgte bereits am späten Freitagnachmittag in Tündern für Aufsehen.

veröffentlicht am 30.09.2018 um 17:41 Uhr
aktualisiert am 01.10.2018 um 11:40 Uhr

Dieses Softair-Gewehr stellte die Polizei sicher. Foto: fn
Frank Neitz

Autor

Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Fünf Streifenwagen fuhren mit eingeschaltetem Blaulicht zu einem Wohnhaus an der Tünderschen Straße. Anwohner hatten zuvor beobachtet, wie mit einer Langwaffe aus einem Dachgeschossfenster des Hauses geschossen wurde. Auch Knalle wollen die Tünderander gehört haben.

Die Polizei schloss aufgrund der Meldung eine Gefahrenlage nicht aus, schickte gleich fünf verfügbare Streifenwagen in das Weserdorf. Auch über den Einsatz einer SEK-Einheit wurde zunächst nachgedacht, sagte eine Beamtin. Diese Spezialeinheit musste allerdings nicht ausrücken. Es stellte sich zwar heraus, dass aus dem Haus geschossen wurde – allerdings nicht mit einer scharfen Waffe.

Ein 30 Jahre alter Mann habe zugegeben, mit einem Softair-Gewehr hantiert zu haben, so die Polizei. Im Gebäude trafen die Streifenpolizisten auf drei Männer (43, 39 und 30 Jahre) sowie eine Frau (31) auf. Die Einsatzkräfte stellten neben dem Softair-Gewehr auch ein Messer und Betäubungsmittel sicher, hieß es von der Polizei. Die Waffe habe wie ein Sturmgewehr ausgesehen, teilte eine Polizeibeamtin mit. Täuschend echt aussehende Gewehre, Pistolen und Revolver werden auch als Anscheinswaffen bezeichnet. Softair-Waffen mit einer Geschossenergie von bis zu 0,5 Joule sind frei verkäuflich. Mitführen darf man die Druckluftwaffen dennoch nicht.

Immer wieder lösen diese täuschend echt aussehenden Waffen Polizeieinsätze aus. Im vergangenen Jahr hantierten drei Jugendliche aus dem Auetal (16, 16 und 18 Jahre) an der Fähre in Großenwieden mit einem „Sturmgewehr“. Eine Rintelner Streifenwagenbesatzung stellte eine Softair-Waffe sicher.

Im März 2016 hatte ein als Dschihadist verkleideter junger Mann aus dem Landkreis Holzminden in Hameln eine Langwaffe aus einem Autofenster gehalten. In Hehlen erfolgte kurz darauf ein spektakulärer Zugriff der Polizei. Neben einem Softair-Gewehr fanden die Beamten auch eine echt aussehende Pistole im Wagen.

Der damals 18-Jährige soll sich an seiner Schule zuvor an einer Motto-Woche mit dem Thema „Gut und Böse“ beteiligt haben – dazu die Kleidung und die Waffen benutzt haben.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?