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Polizei zieht nach Großkontrolle Bilanz

280 Autos gestoppt, mehrere Hundert Menschen überprüft

HILLIGSFELD. Fahnder der Polizei und des Zolls haben bei einer achtstündigen Großkontrolle an der Bundesstraße 217 bei Hilligsfeld (wir berichteten) 280 Fahrzeuge und mehrere Hundert Insassen kontrolliert. Bei zwei Autofahrern sei eine Rauschmittel-Beeinflussung festgestellt worden, sagte Hauptkommissar Jens Petersen am Montag.

veröffentlicht am 12.02.2018 um 13:35 Uhr
aktualisiert am 12.02.2018 um 14:13 Uhr

Kontrolle: Zollbeamte durchsuchen einen jungen Mann bei Hilligsfeld. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Ein Hyundai-Fahrer (30) dürfte alkoholisiert gewesen sein. Eine Messung ergab einen Atemalkoholwert von mehr als 0,8 Promille. „Bei einem 19 Jahre alten Autofahrer reagierte ein Urintest positiv auf Amphetamine“, so der Sprecher. Dem in Hameln lebenden Mann sei eine Blutprobe entnommen worden. Zwei Männer hatten verbotene Einhandmesser dabei. Gegen einen 24-Jährigen und einen 29-Jährigen wurden Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

An 45 Autos wurden verkehrsrechtliche Verstöße festgestellt (defekte Beleuchtung, Verstöße gegen die Anschnallpflicht etc.). „In drei Fällen führten Bauartveränderungen zum Erlöschen der Betriebserlaubnis“, berichtete Petersen. Gesuchte Straftäter seien den Beamten aber nicht ins Netz gegangen.

Nach Angaben der Inspektion war die großangelegte Kontrolle „ganzheitlich ausgelegt“. Soll heißen: „Es wurden sowohl verkehrsrechtliche Aspekte als auch Bereiche der Kriminalitätsbekämpfung abgedeckt“, erklärt Jens Petersen. Das Hauptzollamt Hannover habe die von technischen Einheiten unterstützte Polizeiaktion genutzt, um steuerrechtliche Verstöße festzustellen.

Zum Einsatz war in der Nacht zum Samstag auch ein automatisches Kennzeichen-Lesegerät einer Sonderverfügungseinheit der Polizei Hannover gekommen. Das System kann Daten mit dem Computer-Fahndungssystem der Polizei abgleichen. Es komme nur zum Einsatz, wenn es „um Straftaten von erheblichem Gewicht mit einem internationalen Bezug“ gehe, sagte ein Beamter. Gemeint sind unter anderem Einbrecherbanden, die aus dem Ausland anreisen. Aber auch falsche Polizisten, die in der jüngeren Vergangenheit im Weserbergland ihr Unwesen trieben. Eine Spur führte ins Kosovo. Die Fahnder hatten die B 217 in Richtung Hannover mit Sperrbaken verengt und einen Geschwindigkeitstrichter aufgebaut. Autofahrer durften am Ende nur 30 km/h schnell fahren.

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