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Polizei nennt Zahlen zum ersten Halbjahr

25 Prozent mehr Wohnungseinbrüche

WESERBERGLAND. Die Zahl der Einbrüche in Häuser und Wohnungen nimmt dramatisch zu: Nicht nur gefühlt hat die Häufigkeit entsprechender Polizeimeldungen in den vergangenen Wochen zugenommen. Im Juli hat die Polizei allein in Hameln und Hessisch Oldendorf mehr als ein Dutzend Einbrüche und Einbruchsversuche mitgeteilt.

veröffentlicht am 22.07.2016 um 17:44 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:59 Uhr

Frank Neitz

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Reporter / Fotograf zur Autorenseite

Die Anzahl der Wohnungseinbrüche steigt offenbar gerade während der Ferienzeit. Polizeioberkommissar Oliver Bente nennt Zahlen, die die subjektiven Wahrnehmungen der Bürger bestätigen. Waren Einbrecher in den ersten sechs Monaten des Vorjahres 150-mal in fremde Wohnungen oder Privathäuser eingestiegen, sind von Januar bis einschließlich 30. Juni 2016 bereits 188 Wohnungseinbruchdiebstähle aktenkundig geworden. Eine Zunahme von satten 25 Prozent.

Dabei ist es generell so, dass die Zahl dieser Straftaten in der dunklen Jahreszeit ab Oktober bundesweit sogar noch zunehmen. Gab es 2013 innerhalb der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/ Holzminden 295 Wohnungseinbrüche, waren es ein Jahr später 359. Im vergangenen Jahr waren es 321 Fälle. Bente ist seit Kurzem Beauftragter für Kriminalprävention in der Polizeiinspektion.

Die Aufklärungsquote der aktuellen Fälle ist nicht gerade hoch. Nur jeder fünfte Einbruch aus dem ersten Halbjahr wurde bislang aufgeklärt. „Im ersten Halbjahr 2015 waren es 27 Prozent. Da werden wir auch wieder hinkommen“, ist sich Bente sicher.

Polizeioberkommissar Oliver Bente zeigt, wie schnell ein Einbrecher in ein Haus einbricht: in vier Sekunden. Foto: fn

Innerhalb von vier Sekunden kann ein gewiefter Einbrecher mithilfe eines simplen Schraubendrehers ein Fenster aufhebeln. Betroffene haben ein mulmiges Gefühl, wenn Unbekannte in die eigenen vier Wände eingestiegen sind. Bente kennt das aus eigener Erfahrung: Vor einigen Jahren wurde auch in das Haus des Oberkommissars eingebrochen. Seine Frau wollte sich anfangs abends einschließen, einen Knüppel und eine Taschenlampe mit ins Bett nehmen, erzählt er. Das Unsicherheitsgefühl habe monatelang angehalten.

Im Kampf gegen Wohnungseinbrüche hat die Polizei am Donnerstag Schwerpunktkontrollen durchgeführt und Fahrzeuge angehalten. 59 Autos und 77 Personen wurden überprüft „Konkrete Hinweise auf Vorbereitungshandlungen oder die Begehung von Straftaten im Bereich der Straßen- und Einbruchskriminalität haben sich dabei nicht ergeben“, heißt es bei der Polizei.

Tipps von Sicherheitsexperten

Sicherheitsexperte Jan Töbel empfiehlt Haus- und Wohnungsbesitzern: Anwesenheit suggerieren: In der Abwesenheit von Nachbarn Briefkästen leeren lassen, Garagentore schließen, wenn kein Auto darin steht und Rollläden hoch- und herunterfahren (lassen).Terrassentüren, Fenster und Kellertüren mit Zusatzschlössern oder Verriegelungen sichern. Diese Elemente werden oft aufgehebelt. Fenster im Erdgeschoss und am Balkon mit Verbundsicherheitsglas ausstatten.

Kellerfenster mit Gittern sichern – wenn es die Ästhetik zulässt. Digitale Türspione an den Türen anbringen. Kastenzusatzschlösser mit Sperrbügel an Wohnungseingangstüren montieren lassen. Wohnungseingangstüren mit gesicherter Stabilität einbauen. Dazu gehören im Mauerwerk verankerte Zargen, stabile Schließbleche und aushebelsichere Türbänder.



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