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Verdächtiger leistet Widerstand und schlägt Polizisten

24-Jähriger dreht durch – drei Verletzte

BAD PYRMONT. Was ist nur in ihn gefahren? Ein 24 Jahre alter Mann aus Bad Pyrmont hat in der Nacht von Montag auf Dienstag seine Nachbarin (55), einen Polizeioberkommissar (41) und eine Kommissar-Anwärterin verletzt. Der Tatverdächtige habe über viele Stunden mehrere Streifenwagen-Besatzungen beschäftigt, sagte Kommissarin Sandra Heltner.

veröffentlicht am 02.04.2019 um 15:30 Uhr

Symbolbild: Pixabay
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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„Er war nur schwer in Schach zu halten, hat heftig Widerstand geleistet.“ Der Pyrmonter sei bereits in der Vergangenheit mehrfach in Erscheinung getreten.

Am späten Montagabend gegen 22 Uhr habe ein Mann aus Bad Pyrmont der Polizei mitgeteilt, dass sein Nachbar vor seiner Wohnungstür randalieren würde, sagte die Sprecherin. Polizisten fuhren die Adresse an. Als sie den Einsatzort erreichten, hatte sich der 24-Jährige allerdings schon aus dem Staub gemacht. Der Anrufer erzählte den Beamten, während eines ganz normalen Gesprächs sei der junge Mann plötzlich aggressiv geworden. „Er hat gegen meine Wohnungstür getreten und mich aufgefordert diese zu öffnen.“

Eine Stunde später wurden die Polizisten zu einem Einsatz in eine benachbarte Straße geschickt. Ein Anwohner hatte entdeckt, dass auf einem seiner Gartenstühle ein Fremder sitzt. „Er hat mich nur angegrinst und ist dann geflüchtet“, sagte der Zeuge. Die Beschreibung des Unbekannten habe auf den Randalierer gepasst, erzählt Heltner.

Am frühen Dienstagmorgen gegen 2.30 Uhr kehrte der 24-jährige nach Hause zurück. Er legte sich jedoch nicht schlafen, sondern trat die Wohnungstür seiner Nachbarin auf. Grundlos und völlig unvermittelt soll er der 55-Jährigen mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Das Opfer erlitt eine Platzwunde; der Täter lief aus dem Haus. Die Polizei in Bad Pyrmont leitete eine Fahndung nach dem 24-Jährigen ein, forderte Unterstützung an. Polizisten aus Hameln entdeckten den Gesuchten an der Grießemer Straße. „Der Verdächtige weigerte sich, stehen zu bleiben. Er wollte sich auch nicht ausweisen“, erzählt Kommissarin Heltner. Als ein Polizeioberkommissar den Arm des Mannes packte, um ihn zum Stehenbleiben zu bewegen, fing der Pyrmonter laut an zu schreien und warf sich auf die Straße. Die Beamten wollten die Gunst der Stunde nutzen und den Beschuldigten festnehmen. Doch er wehrte er sich heftig gegen die Griffe der Polizisten.

„Eine Polizeikommissar-Anwärterin und ihr Kollege konnten den 24-jährigen nur unter größter Kraftanstrengung am Boden halten. Während die Beamten den Mann mit Handschellen fesseln wollten, griff dieser plötzlich an den Einsatzgürtel des Oberkommissars. Als der Kollege den Griff lösen wollte, erhielt er einen Faustschlag ins Gesicht. Die Polizistin bekam den Ellenbogen des Mannes in ihr Gesicht“, beschreibt Heltner die Situation. Während des Transports zur Wache in Hameln, der von einer weiteren Streifenwagen-Besatzung durchgeführt wurde, habe sich der Mann renitent gezeigt. „Er schlug und trat um sich.“ Bei der Blutentnahme hätten mehrere Polizisten den Pyrmonter fixieren müssen, um eine Verletzung des Arztes zu verhindern.

Gegen den 24-Jährigen seien Strafverfahren wegen Körperverletzung und tätlichen Angriffs gegen Vollzugsbeamte eingeleitet worden, sagte Sandra Heltner. Nachdem die polizeilichen Maßnahmen beendet waren, sei er in eine psychiatrische Fachklinik eingewiesen worden.



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