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Opfer stammt aus Porta Westfalica / Tatverdächtiger aus Steinbergen in U-Haft

22-Jähriger wurde erschossen - Mordermittler im Einsatz

STEINBERGEN. In Steinbergen hat sich am frühen Samstagmorgen ein Gewaltverbrechen ereignet. Nach Angaben der Polizei ist ein 22 Jahre alter Mann aus Porta Westfalica erschossen worden. Zunächst hatte die Behörde in einer ersten Meldung von einem Rintelner gesprochen. Ob es sich um Totschlag oder Mord handelt, ist noch unklar. „Wir ermitteln noch“, sagt Polizeihauptkommissar Axel Bergmann. Ein Mann (29) aus Steinbergen steht im Verdacht, die Tat begangen zu haben - er sitzt bereits in Untersuchungshaft.

veröffentlicht am 22.12.2018 um 16:09 Uhr
aktualisiert am 10.01.2019 um 15:48 Uhr

Der Tatort. Foto: leo
Leonhard Behmann

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Leonhard Behmann Volontär zur Autorenseite

Dem Polizeikommissariat Rinteln war kurz nach 2 Uhr ein Notarzteinsatz in einem Mehrfamilienhaus an der Feldstraße in Steinbergen gemeldet worden. Für den Schwerstverletzten kam jede Hilfe zu spät. „Während der ärztlichen Behandlung ist der Mann gestorben“, berichtet Bergmann auf Nachfrage unserer Zeitung. Polizisten konnten den mutmaßlichen Täter, einen 29-Jährigen, am Tatort festnehmen. „Als die Kollegen vor Ort eintrafen, war er noch in der Wohnung“, erzählt Bergmann. Weshalb die Ermittler den Mann für den Täter halten, wollte die Polizei nicht verraten - „aus ermittlungstaktischen Gründen“, wie es hieß.

Am Samstagnachmittag erließ ein Richter des Amtsgerichtes Bückeburg Haftbefehl gegen den Mann aus Steinbergen. „Der Anfangsverdacht gegen den Tatverdächtigen hat sich bei der Obduktion erhärtet. Aus diesem Grund hat die Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft beantragt. Ein Richter habe den Haftbefehl aufgrund der Schwere der Schuld und wegen der Fluchtgefahr ausgestellt“, sagte Bergmann. 

Der Mann aus Nordrhein-Westfalen und der Tatverdächtige kannten sich - beide sollen in der Wohnung mit mehreren anderen Personen gefeiert haben. Ob der Beschuldigte in der Tatwohnung gemeldet ist, will der Hauptkommissar nicht sagen. 

Gerichtsmediziner des Institutes für Rechtsmedizin in Hannover hätten herausgefunden, dass der Mann an einer Schussverletzung gestorben ist, sagte der Inspektionssprecher. Die Obduktion wurde umgehend durchgeführt. Zum Motiv der Tat wollte sich die Polizei noch nicht äußern.  

Die Spurensuche zog sich den ganzen Tag über hin. Am Nachmittag fuhren Ermittler des unter anderem für Mord und Totschlag zuständigen Fachkommissariats 1 aus Nienburg und Kriminaltechniker noch einmal nach Steinbergen. Am Tatort suchten die sie nach Spuren. „Wir haben eine Ermittlungsgruppe gebildet, die sich mit dem Fall befasst“, sagt Bergmann. Vor dem Haus in Steinbergen flattert Absperrband im Wind. Polizisten haben den Vorgarten für eine weitere Spurensicherung gesperrt. Wonach die Ermittler suchen, wollte Bergmann nicht sagen. Beamte befragten mehrere Menschen, die vor dem Haus standen. Kriminaltechniker und ein Polizeihund suchten in der Wohnung, in der sich die Tat abgespielt haben soll, nach dem Projektil. Zahlreiche Beweisfotos wurden gemacht. 

Eine dunkle BMW-Limousine mit Mindener Kennzeichen, die auf der Straße in der Nähe des Hauses geparkt ist, erweckte das Interesse der Beamten. Kriminaltechniker machten Fotos von dem Wagen, sichern Spuren. Ermittler durchsuchten das Fahrzeug bei strömendem Regen, schauten mit Taschenlampen in den Kofferraum. Gegenstände wurden untersucht. Wem der Wagen gehört und wer damit gefahren ist, wollte Bergmann auf Nachfrage nicht sagen. Möglich, dass das Opfer mit dem Auto gekommen ist. Nach Angaben von Bergmann dauern die Ermittlungen zum Hergang der Tat an. Noch seien nicht alle Zeugen befragt worden, hieß es.



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