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Retter befürchten Tod in Ostsee

19-Jähriger inszeniert eigenen Tod

GREVESMÜHLN. Mehr als vier Tage lang haben Polizei und Feuerwehr in Grevesmühlen (Mecklenburg-Vorpommern) fieberhaft nach einem 19-jährigen Urlauber aus Bad Münder gesucht. Die Retter befürchteten, der junge Mann sei am Sonntag in der Ostsee ertrunken – am Mittwoch tauchte er unverletzt in Schleswig-Holstein wieder auf.

veröffentlicht am 09.08.2017 um 18:34 Uhr
aktualisiert am 09.08.2017 um 19:30 Uhr

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Der 19-Jährige war in der Zwischenzeit in Dänemark gewesen, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Wie die Ermittlungen ergaben, hatte er den Unglücksfall nur vorgetäuscht.

Ein Spaziergänger hatte am Sonnabendmorgen am Ostsee-Strand der Wohlenberger Wiek bei Wismar Kleidung und Ausweisdokumente des 19-Jährigen in einem Strandkorb gefunden. Zudem hinterließ der Gesuchte ein handschriftlich verfasstes Schriftstück, „welches das sofortige Handeln der Polizei in diesem großen Rahmen notwendig machte“, teilten die Polizei in Wismaram Mittwoch mit. Daraufhin gingen die Beamten von einem Unglücksfall aus.

Mehr als vier Tage lang wurde von den Einsatzkräften unter Hochdruck nach dem 19-Jährigen gesucht, der sich nach Informationen der HAZ auf einer Jugendfreizeit in Grevesmühlen befand.

An dem Großeinsatz waren unter anderem ein Polizeihubschrauber, mehrere Boote der Wasserschutzpolizei, ein Fährtenhund sowie zahlreiche Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr und der Polizei beteiligt.

Wie sich am Ende dann herausstellte, fehlte dem 19-Jährigen nichts. Er war noch am Sonnabend mit seinem Auto nach Dänemark gefahren. Am Mittwoch wurde er dann auf einem Parkplatz in der Nähe von Schleswig an der A 7 erkannt. Er muss wahrscheinlich die Einsatzkosten erstatten. heid/ube

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