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Belgier ließ Sohn auch durch Mann aus Hameln-Pyrmont vergewaltigen

17 Jahre Haft für Mann, der seinen Sohn im Internet zum Missbrauch anbot

Mechelen/Hameln-Pyrmont. Ein Belgier, der seinen elfjährigen Sohn durch einen jungen Mann aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont missbrauchen ließ, ist am Mittwoch in Mechelen zu 17 Jahren Haft verurteilt worden.

veröffentlicht am 17.02.2016 um 16:33 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:55 Uhr

Gericht

Das Gericht hielt es außerdem für erwiesen, dass der 46-Jährige seinen Sohn bereits ab dem Alter von acht Jahren regelmäßig vergewaltigte, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. „Von Ihnen wird erwartet, dass Sie Ihrem Sohn ein sicheres Zuhause bieten, keine Strafe kann streng genug sein für diese Taten“, sagte der Richter in der Urteilsbegründung.
Auf einer Pädophilenplattform im Internet hatte der Postbeschäftigte den Elfjährigen im vergangenen Jahr zum Missbrauch angeboten. Der 22-Jährige aus dem Raum Hameln, der auf das Angebot einging, wurde im Herbst vergangenen Jahres vom Landgericht Hannover zu vier Jahren und elf Monaten Haft wegen schweren sexuellen Missbrauchs verurteilt. Auf die Spur des Falls kamen australische Ermittler: Sie stießen im Internet auf Fotos, die der Vater dort von dem Missbrauch eingestellt hatte. Sie konnten die Spur nach Belgien zurückverfolgen und brachten die Ermittlungen ins Rollen.
Auf Computern des Mannes fanden die Fahnder Fotos und Filme davon, wie der 46-Jährige in seinem Wohnzimmer neben seinem Sohn auch andere unbekannt gebliebene Kinder missbrauchte. In dem Prozess hinter verschlossenen Türen hatte der Mann alle Vorwürfe bestritten.
Das umfassende Geständnis des Angeklagten, von seinem Verteidiger in einer Erklärung vorgetragen, ersparte dem inzwischen zwölfjährigen Opfer eine Vernehmung als Zeuge in Hannover.
Abgespielt wird eine Videoaufzeichnung seiner Befragung durch eine belgische Polizistin. „Er hat immer wieder gebumst, gebumst, gebumst“, sagt er über den Angeklagten aus dem Raum Hameln.
Dass das Kind sich dabei fast übergeben muss und stark blutet, habe der Angeklagte „billigend in Kauf genommen“, heißt es in der Urteilsbegründung.
Inzwischen befindet sich der Schüler in psychiatrischer Behandlung, besucht eine spezielle Schule und lebt nicht mehr wie zuvor bei den getrennten Eltern, teils beim Vater in Mechelen und teils bei der Mutter in Antwerpen-Berchem.



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