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Polizei ertappt Auhäger bei Verkehrskontrolle

14 Jahre ohne Führerschein unterwegs

AUHAGEN. Ein 56-jähriger Auhäger ist zum wiederholten Mal ohne Führerschein mit seinem Pkw von der Polizei erwischt worden. In den vergangenen 14 Jahren wurde der Mann fast zehn Mal in verschiedenen Gemeinden ohne Fahrerlaubnis aus dem Verkehr gezogen. Das Gesetzt lässt eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr zu.

veröffentlicht am 16.02.2017 um 12:10 Uhr
aktualisiert am 16.02.2017 um 12:20 Uhr

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Autor:

Gerrit Brandtmann
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Eigentlich hat die Hagenburger Polizei Donnerstagmorgen einen 56 Jahre alten Auhäger zur Vernehmung erwartet, weil er im Oktober ohne Fahrerlaubnis im Landkreis Göttingen geblitzt wurde. Stattdessen traf ihn ein Beamter schon eine Stunde früher an – am Steuer seines Wagens. Gegen neun Uhr habe der Polizist den Auhäger auf einer Streife in Düdinghausen kontrolliert, nachdem er dessen Kennzeichen erkannt hatte. Ohne große Umschweife habe der Mann kleinlaut zugegeben, wieder ohne Führerschein unterwegs zu sein. Zur späteren Vernehmung habe er gar nicht erscheinen wollen. Für das Delikt hat er anscheinend schon eine gewisse Routine entwickelt: Nach Informationen der Polizei ist der Autofahrer in den vergangenen 14 Jahren fast zehn Mal in verschiedenen niedersächsischen Gemeinden ohne Fahrerlaubnis im Straßenverkehr aufgefallen. Die Staatsanwaltschaft Bückeburg bestätigt mehrere Gerichtsurteile. „Er wurde zwischen 2005 und 2016 zu zwei Geldstrafen und zwei Haftstrafen auf Bewährung verurteilt“, sagt Staatsanwalt Nils-Holger Dreißig. Auch aktuell sei der Wiederholungstäter auf Bewährung, allerdings wegen eines anderen Vergehens, zu dem die Staatsanwaltschaft keine näheren Angaben machen könne. „Der Beschuldigte muss jetzt einen Widerruf der Bewährung befürchten“, meint Dreißig. Eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr lässt das Gesetz für das Fahren ohne Fahrerlaubnis zu, vor Gericht spiele es aber auch eine Rolle, auf welche Art sich ein Verurteilter innerhalb seines Bewährungszeitraums schuldig gemacht hat. Über ein mögliches Strafmaß will Dreißig nicht spekulieren, dass das Auto des Unbelehrbaren beschlagnahmt wird, halte er aber für eine mögliche Konsequenz.

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