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Ermittlungen gegen "falsche Beamte"

Falsche Polizisten: Drei Tatverdächtige verhaftet

HAMELN/BAD MÜNDER. Seit den frühen Morgenstunden werden im Stadtgebiet Hameln, in Bad Münder und in Bremen zahlreiche Durchsuchungen durchgeführt. Hintergrund sind intensive verdeckte Ermittlungen zu "falschen Polizeibeamten". Drei mutmaßliche Täter wurden in Haft genommen.

veröffentlicht am 11.09.2018 um 09:53 Uhr
aktualisiert am 11.09.2018 um 10:36 Uhr

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln mit Hochdruck gegen falsche Beamte. Symbolbild: dpa
HAMELN/BAD MÜNDER. Seit den frühen Morgenstunden werden im Stadtgebiet Hameln, in Bad Münder und in Bremen zahlreiche Durchsuchungen durchgeführt. Hintergrund sind intensive verdeckte Ermittlungen der Hamelner Polizei und der Staatsanwaltschaft Hannover.

Die Hamelner Polizei ist einer Bande auf die Schliche gekommen, die im Verdacht steht, in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und auch anderen Bundesländern zahlreiche Betrugstaten "falsche Polizeibeamte" begangen zu haben, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft Hannover und der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden. Diese Taten richten sich hauptsächlich gegen ältere Menschen und sind mit hohen Schadenssummen verbunden. Bei den hier verfolgten Straftaten dürfte der Gesamtschaden im deutlich sechsstelligen Bereich liegen.

Gegen drei der Beschuldigten konnten bereits im Vorfeld Haftbefehle erwirkt werden. Die Beschuldigten werden noch heute einem Haftrichter vorgeführt und in Justizvollzugsanstalten gebracht.

In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass die Polizei niemals am Telefon Fragen zu Wertsachen und vorhandenem Bargeld stellen wird. Personen sollten unbekannten Anrufern keine Auskunft über ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten geben. Man sollte niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen, angebliche Mitarbeiter von Polizei oder anderen Behörden und Institutionen übergeben. Die Polizei rät, sich den Namen des Anrufers geben zu lassen und dann aufzulegen. Anschließend sollte man die örtliche Polizeidienststelle kontaktieren und den Sachverhalt schildern.

Weitere Informationen folgen im Laufe des Tages.



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