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Wente kann 68:85 nicht verhindern

Auch mit Peer gelingt Hameln nicht viel mehr

Basketball (mha). Einen Blick in die eigene Vergangenheit durften die Herren des VfL Hameln erhaschen. „Damals als wir vor zehn Jahren in die 2. Regionalliga aufgestiegen sind, waren wir genauso jung“, erinnerte sich Manager Heinrich Lassel. Doch nun hatte Gegner BSG Bremerhaven den Trumpf der Jugend. Im ersten Heimspiel der neuen Saison verloren die Hamelner gegen die im Durchschnitt nur 17,5 Jahre alten Gegner von der Wesermündung mit 68:85. „Die haben von Beginn an ein enorm hohes Tempo vorgelegt“, sagte Lassel. Da die Gastgeber zudem die eigenen Körbe nicht trafen, lag der VfL nach acht Minuten schon mit 8:23 zurück. Das war eine zu schwere Hypothek. „Wir haben versucht, das Tempo mitzuhalten. Doch im Spiel haben wir nur zehn von 35 Dreipunktewürfen auch getroffen. Auch aus der Nahdistanz sah die Trefferquote nicht viel besser aus“, klagte Lassel.

veröffentlicht am 03.10.2011 um 17:27 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:52 Uhr

Nach zehn Jahren wieder einmal im VfL-Trikot: Peer Wente markierte 13 Punkte beim 68:85.  haje

Bremerhaven baute den Vorsprung nach dem Wechsel auf 26 Punkte aus. Erst dann kam eine Schwächephase. Und, obwohl beim VfL Kapitän Timo Thomas schon fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff nach seinem fünften Foul vom Feld musste, kamen die Hamelner auf 60:70 heran. „Da kam noch etwas Hoffnung bei uns und den 300 Zuschauern, die trotz des Sommerwetters in die Halle gekommen waren, auf“, sagte Lassel. Doch erfüllt wurden diese Hoffnungen nicht.

Dafür gab es eine Überraschung für die Fans und zumindest kurzzeitig auch für die Gegner. Peer Wente, der nach dem Aufstiegsjahr 2000 den VfL Hameln verlassen hatte und auch in der 1. Bundesliga für die BG Göttingen spielte, trat zu einem Intermezzo bei seinem Heimatverein an. „Er war zu Besuch bei seinen Eltern. Und da er nach zehn Profi-Jahren nun sein Studium beenden und im Sport kürzer treten will, hat er Angebot von mehreren Zweitliga-Vereinen abgelehnt“, erklärte Lassel.

In einer spontanen Aktion organisierte der Manager die Freigabe beim bisherigen Verein TV Lich in Hessen sowie den Pass für den VfL. „Ob er nun mehrmals spielt, steht in den Sternen. Zunächst war es nur einmalig“, sagte Lassel, der sich trotz der Niederlage über die 13 Punkte seine einstigen Schützlings freuen konnte.

VfL Hameln: Peer Wente (13 Punkte), Moritz Loth (12), Michael Albers (10), Timo Thomas (10), Benno Wunderlich (7), Jakob Faas (7), Melvin Lamar Simmons (4), Zans Grobinsch (3), Nils Kollmeyer (2), Lars Feuersenger, Tobias Stender

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