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Edeka-Markt Eilsen: Heeßen gibt 105 Quadratmeter-Parzelle frei

Zipfel als Zankapfel? Den Streit will niemand vom Zaun brechen

Heeßen (tw). "Kein Zank wegen eines ,Zipfels' ": Diese Maxime stand - unausgesprochen -über dem jüngsten Treffen des Gemeinderats Heeßen. Was so viel heißt wie: Obwohl eine 105 Quadratmeter große Parzelle im Bereich der "Huck"-Brache auf Heeßer Territorium liegt, will die Gemeinde dem Vorhaben, auf dem Areal der benachbarten Schaumburg-Klinik einen Edeka-Neukauf zu errichten, keine Steine in den Weg legen.

Die betreffenden zwei Flurstücke könnten in die Planung mit einbezogen werden; sie hätten für Heeßen selbst "keine besonderen Funktionen". Ähnlich hatte sich bereits Heeßens Bauausschuss-Chef Heinrich Meier (CDU) beim jüngsten Ortstermin mit dem Bad Eilser Gremium geäußert - und Grünes Licht signalisiert (wir berichteten). Der einstimmige Beschluss des Rates unter Vorsitz von Bürgermeister Wilhelm Brümmel (CDU) im Wortlaut: "Sollte die Gemeinde Bad Eilsen im Rahmen der Änderung des B-Plans Nr. 19 (Arensburger Straße) das Errichten eines Edeka-Marktes planen, so hat die Gemeinde Heeßen die Absicht, diese Planungen durch entsprechende Planungen für die Flurstücke inder Gemarkung Heeßen zu begleiten ..." Zusatz: "...wenn die Interessenlage Heeßens berücksichtigt wird." Die Formulierung sagt zweierlei aus: Zum einen will Heeßen der Nachbargemeinde nicht vorgreifen respektive nicht vorpreschen; der Rat will mit seinem "Ja" zu dem Edeka-Vorhaben abwarten, bis der Rat Bad Eilsen seinerseits den B-Plan ändert und damit seinen Teil der Voraussetzungen für den Bau des Marktes schafft. Der Zusatz "...wenn die Interessenlage Heeßens berücksichtigt wird", ist auf Anregung von Gerhard Möhlmann aufgenommen worden. Der SPD-Fraktions chef hatte im Vorfeld des Beschlusses daran erinnert, dass die Anlieferung für den Markt über Heeßer Gebiet erfolgen soll: "Besagte Anlieferung war von Edeka zunächst als ,unproblematisch' dargestellt worden. Jetzt zeigt das Einschalten eines Gutachters, dass es in diesem Bereich vielleicht Probleme mit dem Verkehrslärm geben könnte... Das aber ist der Knackpunkt." Derweil geht Gemeindedirektor Heinz Wischnat in seiner Funktion als Samtgemeindebürgermeister davon aus, dass die - fürs Vorhaben notwendige - Änderung des F-Plans "2006 nicht mehr abgeschlossen werden kann".

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