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Grausiger Fund an der Grafensteinerhöh

Zehn tote Greifvögel - kein Grippe-Verdacht

Steinbergen (crs). Zehn tote Greifvögel auf einem Wirtschaftsweg am Waldesrand: Bei diesem Anblick zu Zeiten von H5N1 haben bei einem Spaziergänger an der Grafensteinerhöh gestern Vormittag die Alarmglocken geschrillt. Der Mann wandte sich an den Jagdberechtigten, der alarmierte die Polizei, die informierte den Kreisveterinär. Und der gab schon bald Entwarnung: "Eine Infizierung der toten Tiere mit der Vogelgrippe ist ausgeschlossen", sagt Dr. Hubertus Even.

Schon die Umstände des Fundes deuten auf einen gewaltsamen Tod von Menschenhand hin. In einer schwarzen Plastiktüte sind die neun Bussarde und der Sperber am Waldesrand abgelegt worden. Die Kadaver lassen äußere Verletzungen erkennen, zum Teil ein blutbeschmiertes Federkleid, außerdem Anzeichen von Frakturen. "Die Tiere könnten abgeschossen oder gefangen worden sein", will Even sich bei der genauen Todesursache wegen des fortgeschrittenen Verwesungszustandes nicht festlegen - seit sechs Tagen, schätzt er, sind die Tiere tot. Die Polizei hat unterdessen Ermittlungen wegen Jagdwilderei aufgenommen - vorerst gegen Unbekannt. Für sehr wahrscheinlich hält Polizeihauptkommissar Harald Groß, dass der Tatort weiter von Steinbergen entfernt liegt. Einen Reim kann er sich auf den sinnlosen Vogelmord aber nicht so recht machen: "In all den Jahren habe ich so etwas noch nicht erlebt."

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