weather-image
Luhdener Spielplatz soll attraktiver werden / Bauausschuss diskutiert Anregungen

Wipptier, Kletterschaukel und frischer Sand

Luhden (tw). Der Spielplatz auf dem Sportplatz Luhden soll attraktiver werden: Diese - einstimmige - Empfehlung hat der Bauausschuss unter Vorsitz von Bernd Gliese (SPD) dem Rat nach dem jüngsten Ortstermin gegeben. Damit wollen die Bürgervertreter die Anregungen einer Einwohnerin aus Luhden zumindest zum Teil aufgreifen.

Der nämlich ist der Zustand des Spielplatzes ein "Dorn im Auge", wie es in einem Brief heißt, den Bürgermeister Hartmut Büscher (SPD) den Politikern verlesen hat. Sie vergleicht den Platz mit dem in Ahnsen - und da schneide das Luhdener Pendant vergleichsweise schlecht ab. Mit ihrem Schreiben will die Frau die Politiker indes nicht kritisieren, sondern sie "animieren", die Aufenthaltsqualität für Eltern und Kinder zu verbessern. Knackpunkt Rutsche: Eineinhalb bis dreijährige Kinder könnten die Sprossen ohne fremde Hilfe nicht erklimmen; die Abstände zwischen den Sprossen seien für sie zu groß, Steigungswinkel und Form "ungeeignet". Knackpunkt Schaukel: Anders als in Ahnsen könnten Kinder in Luhden nicht allein schaukeln. Knackpunkt Sandkasten: "Ein Katzenklo", befindet die Anwohnerin. Ergo könne er abgebaut werden. Besser sei an seiner Stelle eine Kletterburg mit Schaukelbrücke und kombinierter Rutsche - wie in Ahnsen. Knackpunkt Wippe respektive "Wipptier". Beides gebe es in Luhden nicht, obwohl der Bedarf dafür da sei. Kommentar Büscher: "Die derzeitigen Spielgeräte haben wir damals gemeinsam mit Eltern ausgewählt. ,Wipptiere' hatten wir auf dem Spielplatz am Sportplatz früher drei; leider sind sie alle mutwillig zerstört worden." Ähnlich in Ahnsen, wo sie zum Teil schon wieder demontiert worden seien. Was den Knackpunkt "Schaukel" betrifft: Die vorhandene Vogelnest-Schaukel sei das beste Spielgerät seit Bestehen des Platzes. Die Ahnser Kletterburg, befindet Thomas Hahne (SPD) sei zwar "schön", bereite aber - weil inzwischen morsch - viele Probleme und verursache damit Folgekosten. "Allein der Anschaffungspreis", so Büscher, "wäre mit 5500 bis 8500 Euro horrend". Empfehlungsbeschluss der Politiker am Ende: Der Spielplatz Luhden soll ein neues "Wipptier" sowie zwei Kettenschaukeln erhalten. Den "von Kindern gut angenommenen" Sandkasten indes möchte der Ausschuss nicht missen: dort soll aber (Stichwort: Katzen) der verbrauchte Sand ausgetauscht werden. Noch nicht beschlossen, aber von Büscher in die Diskussion gebracht: ein zweiter Tisch mit Mittelloch für einen Sonnenschirm und eine zweite Sitzgelegenheit. Übrigens: Von der Idee, den Spielplatz mit einer geschlossenen Hecke vom Sportplatz abzugrenzen, hat der Ausschuss Abstand genommen. Sonst nämlich hätten die Eltern keine Sicht mehr auf ihre Steppkes. Und: Im Zugangsbereich der Sporthalle soll aufgrund eines entsprechenden Antrags ein wenigstens neun Meter hoher Flaggenmast aufgestellt werden; der Bürgermeister will sich um einen Sponsor kümmern. Last, but not least genehmigen die Politiker dem Sportverein das Anbringen eines Infokastens.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare