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Vortrag beim Seniorenbeirat / Alle Beteiligten wahren ihr Gesicht

Wenn Nachbarn Rot sehen: Schiedsmann Uthe schlichtet Streit

Bückeburg. Eine nicht unbedeutende Anzahl vonälteren Bückeburger Bürgern, darunter auch Vizebürgermeister Horst Schwarze, ist der jüngsten Einladung des Seniorenbeirats der Stadt Bückeburg gefolgt. Aus gutem Grund, denn der Vortrag von Schiedsmanns Gerhard Uthe hatte es in sich.

Im Beisein seines Vertreters, Rudolf Beier, gab Uthe zunächst einen geschichtlichen Rückblick auf das Schiedswesen, um dann kurz auf die Frage, wie ein Bürger Schiedsmann werden kann, einzugehen. Der größte Teil des Vortrages stellte auf die Aufgaben des Schiedsmannes ab. Dabei stellte sich heraus, dass es sich in den meisten Fällen um Streitigkeiten zwischen Nachbarn handelt, von denen aber die meisten ohne ein förmliches Verfahren erledigt werden können. Für viele der Zuhörer war es interessant zu erfahren, dass auch etliche der so genannten Antragsdelikte, also Fälle aus dem Strafrecht, bei denen zur Strafverfolgung ein Strafantrag erforderlich ist - wie zum Beispiel Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung - durch den Schiedsmann behandelt werden können. Dadurch werden Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte entlastet. Ein weiterer Punkt waren die Kosten. Während bei einem Gerichtsverfahren für die Beteiligten nicht unerhebliche Kosten entstehen, gibt sich der Schiedsmann mit einigen Euro zufrieden. Wesentlich ist aber auch, dass die Verfahren mit einem Schiedsspruch, also nicht mit einem Urteil, bei denen es ja fast immer einen Verlierer gibt, erledigt werden, die Beteiligten somit ihr Gesicht bewahren. Im Anschluss an den mit viel Beifall aufgenommenen Vortrag konnten die Teilnehmer noch Fragen stellen. Davon wurde reger Gebrauch gemacht.

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