weather-image
Bürger strampeln alle Juckepunkte ab / Schlaglöcher an Zufahrt zum Gemeindehaus

Weil's per pedes kaum zu schaffen ist: Eveser Schnat-"Gang" auf Zweirädern

Evesen (jp). In seiner klassischen Bedeutung dient der Schnatgang dazu, die Grenzmarkierungen einer Ortschaft abzumarschieren und zu kontrollieren. In heutiger Zeit dienen die Schnatgänge in der Regel dazu, Themen aus der aktuellen politischen Diskussion "vor Ort" in Augenschein zu nehmen. Doch was tun, wenn die Ortschaft so groß ist, dass sich gar nicht alle Punkte an einem Tag erreichen lassen und schon gar nicht zu Fuß? Der kommunalpolitisch interessierte Bürger der Großgemeinde Evesen ist da ebenso flexibel wie sportlich und schwingt sich statt auf Schusters Rappen aufs Rad.

Wie schon in den Vorjahren, wird der Eveser Schnatgang auch anno 2006 in zwei Abschnitten zurückgelegt: "Wir haben so viele Themen, dass wir die an einem Tag sonst gar nicht schaffen würden", erklärte Ortsbürgermeister Horst Schwarze. Beim ersten Schnatgang-Termin steuerten Ortsratsmitglieder und interessierte Bürger vom Startpunkt am Eveser Krug zunächst das Gelände rund um Sportplatz und Eveser Turnhalle an. Dort sollen neue Sperrstreifen auf dem Asphalt in Kürze für eine vom Parkverkehr ungestörte Wasserentnahme im Falle eines Brandes sorgen. An der Zufahrt zum Gemeindehaus neben der Petzer Kirche wurden dringend ausbesserungsbedürftige Schlaglöcher in Augenschein genommen. Planungsbedarf sehen die Schnat-Radler im erweiterten Neubaugebiet "Auf der Höhe". Hier wurde kürzlich eine ehemalige Erweiterungsfläche des Friedhofes aus Bauland ausgewiesen. Da die Baugrundstücke durch Stichstraßen erschlossen werden sollen, können die zukünftig dort entstehenden Häuser nicht von Müllfahrzeugen angefahren werden. Mülltonnen müssen also zukünftig außerhalb der Stichstraßen auf ihre Entleerung warten. "So etwas muss geordnet vor sich gehen", meinte Horst Schwarze, "also wird es dafür eigene Flächen geben." Nach einem Abstecher in die Bückeburger Niederung, wo einmal mehr das Thema Gräben und Vorfluter angesprochen wurde, wurde bei Ortsratsmitglied Thomas Wagener ein Zwischenstopp mit Rast eingelegt. Anschließend fuhren die Schnatgänger zur Riehe-Einmündung in den Mittellandkanal und nahmen das Hafengelände in Berenbusch inAugenschein. Zum Abschluss traf man sich im Feuerwehrhaus in Evesen. Bei der zweiten Schnatgang-Auflage dieses Jahres Anfang Juni stehen dann die Bereiche Petzen, Evesen und Röcke auf dem Programm.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare