weather-image
Samtgemeindeverband ringt um eine Erklärung

"Warum hat Krause die CDU verlassen?"

Bad Eilsen/Buchholz. "Allgemeine Aussprache zu kommunalpolitischen Themen - Landkreis, Samtgemeinde, Gemeinden": Top "4" bei der jüngsten Mitgliederversammlung des CDU-Samtgemeindeverbandes soll der Basis das Wort geben. Doch Gesprächsbedarf besteht offensichtlich nicht. Einzige Anfrage aus den Reihen der Mitglieder im Haus des Gastes: "Warum hat Buchholz' Bürgermeister Hartmut Krause die CDU verlassen?" Eine Frage, die durchaus interessant und berechtigt sei. Zumal die Partei in Buchholz nach dem Austritt Krauses personell nicht mehr gut dastehe.

Der Fragesteller gibt eine mögliche Antwort gleich selber: "Er selbst hat mir als Begründung gesagt: ,Weil hier nicht diskutiert wird.' Und das wird es ja auch nicht." - Nun, eine wirkliche Kontroverseüber die Gründe des Parteiaustritts kommt auch auf der Mitgliederversammlung nicht in Gang. Was der eine oder andere Christdemokrat geradezu als Beleg für die besagte Sprachlosigkeit empfinden mag. "Es hätte doch an Krause selbst gelegen, eine solche Diskussion in Gang zu setzen", ist im Gastraum statt dessen zu hören. Dann herrscht wieder - Stille. Einzig Bad Eilsens Bürgermeister, bemüht, die "Spitzen" aus der Ursachenforschung herauszuhalten, trägt zur Aufklärung des Sachverhalts bei: "Krauses Entscheidung, die Partei zu verlassen, liegt eine ganz nüchterne Rechnung zu Grunde", so Horst Rinne. Buchholz sei zu 60 bis 65 Prozent eine SPD-Gemeinde. Krause aber, der seine Sache imübrigen "sehr gut" mache, wolle als Bürgermeister wiedergewählt werden - "und das soll er auch." Die Wiederwahl würde nach Ansicht des Bürgermeisters jedoch schwierig werden, wenn der Buchholzer als CDU-Mann antreten würde. Daher sei es Krauses Überlegung gewesen, gemeinsam mit Unzufriedenenauf der Liste der SPD Fraktion, eine Wählergemeinschaft zu gründen. "Für diesen Schritt", betont Rinne, "habe ich volles Verständnis". Ende der Aussprache.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare