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Vier Rintelner "Profis" testen Strecken / EU-Projekt mit anderen Kommunen

Walking im Weserbergland könnte Markenzeichen der Region werden

Rinteln (wm). Rinteln gibt sich sportlich und will nach Draisinenfahrern, Ruderern und Paddlern auch Walker ins Weserbergland locken. Die Profis Ralph Böhne, von Beruf Krankengymnast und Physiothearpeut, der auch Walking-Kurse gibt, dazu Hermann Stoevesandt, Baudezernent Reinhold Koch und Ines Aldag (alle drei bekannt als Marathonläufer) haben rund um Rinteln Walking-Strecken ausgesucht und persönlich getestet. Und zwar nach Schwierigkeitsstufen wie man sie auch vom Skifahren kennt (Walking wurde bekanntlich von einem Skilangläufer "erfunden") also einen blauen, roten und schwarzen Kurs.

Wer die rund 12 Kilometer ab Homberg durch den Taubenbergüber die Hünenburg zum Ludwigsturm hoch und zurück wandert, sollte schon ziemlich fit sein - so stuften Böhne& Co. diese landschaftlich wunderschöne Strecke unter "schwarz" ein. Ebenfalls rund 12 Kilometer lang ist die "rote" Route oberhalb von Todenmann entlang der "langen Wand" und hoch zum Klippenturm. Für beide Strecken sollten auch Abkürzungsmöglichkeiten ausgeschildert werden. Einfache Touren, weil in der Ebene, testete das Walking-Quartett rund um Rinteln. An allen Strecken, betonte Böhne, gebe es nicht nur Schutzhütten, sondern auch Einkehrmöglichkeiten und - auch das sei wichtig - genügend Parkplätze an den Startpunkten. Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz erläuterte, das Projekt werde jetzt mit "Leader+"-Manager Heiko Wiebusch in Hameln abgesprochen, denn dafür gebe es auch EU-Zuschüsse, außerdem mit weiteren Kommunen im Weserbergland, so Hessisch Oldendorf und Aerzen. Ziel sei es, für Walker das Weserbergland insgesamt zu vermarkten. Im Detail müsse dann noch geklärt werden, ob und wie die Strecken zertifiziert werden (hier wäre der Skiverband mit im Boot), wie sie ausgeschildert, wo Infotafeln aufgestellt und wie die Strecken auf Faltblättern beworben werden sollen. Böhne schilderte, es gebe inzwischen viele Walker, die gezielt bei Wochenendausflügen wie im Urlaub Gebiete aufsuchen, in denen Walkingsstrecken ausgewiesen werden. Diese Touren werden auch in Fachmagazinen, wie beispielsweise "Nordic Walker" vorgestellt.

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