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Eltern melden Kinder an / Fachausschuss signalisiert Unterstützung

"Waldkindergarten ein Gewinn"

Stadthagen (jl). Der "Waldkindergarten Bückeberg" scheint eine Erfolgsgeschichte zu werden. Die Interessensgruppe, die am 28. Februar einen Trägerverein gründen will, hat in den vergangenen Tagen reichlich Zustimmung und Zulauf bekommen. So hat die Stadthäger Politik Unterstützungsbereitschaft signalisiert, und bei einem Informationsabend in der "Alten Polizei" haben sich bereits 28 Eltern in die Anmeldeliste eingetragen.

Monique Theiss und Mitstreiterinnen sind in ihrer Sache innerhalb kurzer Zeit zügig vorangekommen Als Theiss Mitte vergangener Woche ihr Anliegen dem Jugendausschuss des Stadthäger Rates präsentiert hatte, gab es nur positive Echos von den Ausschussmitgliedern. "Unsere Begeisterung war schon lange da", sagte Merve Neumann-Tietzer für die SPD/FDP. Regina Soergel (CDU) erinnerte an die von ihrer Fraktion vor einigen Jahren initiierte Diskussion um einen Waldkindergarten, doch "damals hatten wir keine Elterninitiative wie jetzt". Auf jeden Fall werde eine solche Einrichtung "ein Gewinn für die Kinder unserer Stadt". Der Ausschuss und Stadtverwaltung wollen jedenfalls finanzielle Unterstützung wie für andere Kindergärten leisten. Die Samtgemeinde Nienstädt will einen Zuschuss für fünf Plätze zahlen. Einen Tag später hatte die Interessengruppe alle Mühe, die Teilnehmer ihres ersten Informationsabends in der "Alten Polizei" unterzubringen. Mit erstaunlicher Professionalität wurde da den vielen Interessenten der "Kindergarten ohne Tür und Wände" nahe gebracht. Dessen Stammplatz wird in der Nähe des Forsthauses Halt liegen, wie Lothar Seidel vom Kreisforstamt erklärte. Und im Forsthaus werden die Kinder nach Angaben von Henning Holzhausen, dem Vorsitzenden der Kreisjägerschaft, für eine Übergangszeit einen Notraum bekommen -bis der zurzeit gesucht Bauwagen da sei. Eindruck dürfte mit Sicherheit der Brief einer Mindener Grundschulleiterin geschunden haben, deren Haus seit vier Jahren "Waldkinder" einschult. Diese seien motivierter, ausdauernder, sozialer und ausgeglichener als die übrigen Kinder, hieß es in dem Brief. Ergänzen müsste man das noch um die Aussagen der beiden Ärzte Ute Richter und Andreas Schulz aus Bückeburg: Kinder aus dem Waldkindergarten würden sich motorisch und geistig besser entwickeln. Auch das Immunsystem profitiere von der frischen Luft. Für die Initiative geht es Schlag auf Schlag weiter. In dieser Woche steht ein wichtiges Gespräch mit dem Landesjugendamt an, das den Kindergarten genehmigen muss. Auf der Liste stehen noch die Erarbeitung eines pädagogischen Konzeptes, die Einstellung von zwei Erzieherinnen und die bereits erwähnte Gründung des Trägervereins am 28. Februar in der "Alten Polizei".

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