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Feuerwehr Rusbend ist angesichts der anstehenden Innovationen gerüstet

Von Bahnerdungskommando bis Digitalfunk - viel Neues besprochen

Rusbend (aj). Viele Innovationen standen auf der Tagesordnung der Freiwilligen Feuerwehr Rusbend, deren Mitglieder sich jetzt im Dorfgemeinschaftshaus zur Generalversammlung getroffen haben. Neben den Ehrungen verdienter Mitglieder gab es dieses Mal auch Dinge zu besprechen, die die Aufgaben und Arbeitsweisen der Freiwilligen Feuerwehr, auch in Rusbend, entscheidend beeinflussen.

Nach Abschaffung der Bahnfeuerwehren bilden 13 Mitglieder aus sieben Ortsfeuerwehren das neue "Bahnerdungskommando" (BEK). Bei Zugunglücken ist das BEK für die Ableitung der Restspannung an Oberleitungen und Elektro-Lokomotiven nach der Abschaltung der Stromversorgung des beschädigten Streckenabschnitts durch die Bahn verantwortlich. "Selbst nach der Abschaltung des Stroms haben die Zugoberleitungen immer noch eine Restspannung von 3000 Volt", erklärt Stadtbrandmeister Johannes Malsch den Hintergrund. Und fügt hinzu: "Ebenso kann in bestimmten Fällen auch von einer verunglückten Lokomotive tödliche Restspannung ausgehen." Mitte bis Ende des Jahres bekommt diese Feuerwehrgruppe deshalb auch einen speziellen Einsatzleitwagen (ELW) mit einem digitalen Funkfax, um sich die Abschaltung der Stromversorgung des Streckenabschnitts von der Bahn schriftlich bestätigen lassen zu können. "Das ist letztendlich sehr viel Verantwortung für eine Feuerwehr von Freiwilligen", sagt Johannes Malsch zu den immer fließender werdenden Grenzen zwischen Freiwilliger Feuerwehr sowie Berufs- und Werksfeuerwehren. Entsprechend sollen die Freiwilligen bis 2008 flächendeckend mit digitalen Funkempfängern ausgestattet werden. An die Stelle der analogen Alarmpieper treten nach und nach digitale Pieper mit einem Textbildschirm, auf dem die Leitstelle beispielsweise den Einsatzort des Feuerwehrmanns anzeigen kann. Zudem sollen die digitalen Geräte erheblich preiswerter sein als die veralteten Analoggeräte. Eine komplette Neuausrüstung der Feuerwehren bis zur Fußballweltmeisterschaft wird es aber dennoch nicht geben. "Das ist unbezahlbar", fügt Malsch hinzu. Zudem sind 2006 verstärkte Dienste im Bereich der Atemschutzgeräteträger vorgesehen. "Die neue überarbeitete Feuerwehrdienstvorschrift 7 ist absolut bindend", sagt Ortsbrandmeister Marko Bruckmann. Ebenso stehen bei den Rusbendern die Umsetzung der laufenden Truppmannsausbildung, eine Bootsschulung auf dem Mittellandkanal, ein Motorkettensägenkurs und am 27. März die Luftfahrzeugbrandbekämpfung auf dem Flugplatz Achum auf dem Dienstplan. Weiterer Bericht in unserem neuen Vereinsmagazin.

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