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Wenige Fahrer achten auf Schilder

Tempomat und Radar auf dem Gelldorfer Weg?

Gelldorf (sig). Wenn Ortsbürgermeister Andreas Hofmann zur Grenzbegehung einlädt, dann heißt das: Wetterfeste Wanderschuhe anziehen, ausreichend Zeit mitbringen und zur Vorsicht auch den Regenschirm nicht vergessen. Wer diese Regeln beachtet, der kommt gut über die Runden und weiß einiges mehr, wo in der Gemeinde die Bürger noch der Schuh drückt.

Das traf auch wieder auf das Zusammenkommen am vergangenen Sonnabend zu, an dem neben dem Stadtdirektor, dem Ortsrat und der Sprecherin der Gruppe "Mitte", Beate Krantz, noch Vertreter der WGO sowie die beiden Bürgermeisterkandidaten Martin Schulze-Elvert und Thomas Stübke teilnahmen. Ausgangspunkt der Wanderung war der Gelldorfer Weg. Dort versicherte der Ortsbürgermeister, dass nach der Beendigung der Haushaltssperre die vier vorgesehenen Straßenleuchten angebracht werden. Zusätzlich soll auf dieser Seite auch noch ein Fußweg mit weißer Farbe deutlich markiert werden. Andere Möglichkeiten stehen zurzeit aus finanziellen Gründen nicht zur Verfügung. Dass auf dieser Nebenverbindung zwischen Obernkirchen und Gelldorf nach wie vor viel zu schnell gefahren wird, obwohl "Tempo 30" vorgeschrieben ist, unterstrich Peter Lichter vom Autohaus Meineker. "Nach den hier angebrachten Schildern richtet sich hier kaum jemand", berichtete er den Grenzgängern. Thomas Stübke regte an, hier mal einen Tempomat aufzustellen, wie ihn die Samtgemeinde Eilsen angeschafft hat. Damit bekäme man feste Zahlen in die Hand, wie viele Fahrzeuge hier täglich viel zu schnell fahren. "Am besten wäre es, wenn die Polizei kurz dahinter ab und zu ein mobiles Radargerät aufstellen würde", war von mehreren Seiten zu hören. Deshalb soll mit den zuständigen Dienststellen der Polizei Kontakt aufgenommen werden. Dass die Grundstraße nicht mehr zur Durchfahrt nach Südhorsten benutzt werden kann, wird allgemein begrüßt. Sie ist im hinteren Bereich nur für die Benutzung durch landwirtschaftliche Fahrzeuge zugelassen. Dass Gelldorf noch immer einige nicht bewältigte Probleme mit dem Oberflächenwasser hat, wenn es stark regnet, ist bekannt. Deshalb schauten sich die Grenzgänger auch die rückwärtige Zufahrt zu "Bolten Hofe" von der Bundesstraße 65 an. Die Diskussion drehte sich hier um die Fragen: "Könnte man das Regenwasser mit Hilfe von Senken oder Queren ableiten? Oder würde auch ein Regenschacht mit Roste helfen?" Ein endgültiges Urteil wurde nicht gefällt. Ein Anlieger beklagte auch, dass seit der Veränderung des Liethbachlaufes im Bereich der Kreuzung an der Bundesstraße 65 bei Starkregen nicht nur der Bach überläuft, sondern auch auf dem Weg dorthin Wiesen und Weiden und ein Teil des Grundstückes überflutet werden. Mit diesem Problem müsse sich der Unterhaltungsverband "Bückeburger Aue" befassen, stellte der Ortsbürgermeister fest.

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