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Drei Maßnahmen in Heeßen und Luhden betroffen / Maschinen abtransportiert / Keine Chance mehr für die Firma

Tegtmeier-Insolvenz lähmt Bauarbeiten in Eilsen

Heeßen/Luhden (tw). Der Insolvenzantrag der "Tegtmeier Bau GmbH& Co KG" beim Amtsgericht Hameln (wir berichteten) hat auch Konsequenzen für Bauvorhaben in Eilsen. Laut Verwaltungschef Heinz Wischnat hatten Bürger die Samtgemeinde bereits am vergangenen Samstag darüber informiert, dass Maschinen von der Baustelle "Rosental" abtransportiert würden. Von der Notlage der Tiefbaufirma mit Sitz in Großenwieden betroffen sind laut Wischnat drei Vorhaben auf Eilser Boden.

"Zum einen", so der Verwaltungschef, "sollte Tegtmeier die 16 Birken aus dem Erdreich des Sportplatzes Luhden ziehen". Der Rat hatte auf seiner jüngsten Zusammenkunft beschlossen, die offensichtlich nicht mehr standfesten Bäume zu entfernen und durch Neuanpflanzungen zu ersetzen. Kommt hinzu: Das Unternehmen ist auch mit der Erneuerung des Regenwasserkanals in Heeßen (Hauptstraße Richtung Aue, über die Grundstücke Meier und Hübner) betraut. Die Arbeiten haben ein Restvolumen von 60 000 Euro, sollten Ende Februar abgeschlossen sein. Last, but not least war Tegtmeier bei der Gemeinschafts-Baumaßnahme der Gemeinde Luhden, der Samtgemeinde Eilsen und des Abwasserverbandes im Bereich "Rosental" tätig. Auch hier erwischte die Insolvenz die Tiefbaufirma im Wortsinn "kalt"; die Arbeiten waren zum Zeitpunkt der Insolvenz bereits fortgeschritten. Stephan Höltershinken (Minden), vom Amtsgericht Hameln zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt, gestern auf Anfrage der Landes-Zeitung: "Die Arbeiten können nicht fortgeführt werden." Dafür gebe es mehrere Gründe: "Zum einen", so Höltershinken, "besteht kein Versicherungsschutz mehr". Auch die Bauversicherung sei von der Firma nicht mehr bezahlt worden. Zum anderen habe das Durchkalkulieren der noch vorhandenen Aufträge gezeigt: "Sie sind allesamt defizitär." Werde weiter gearbeitet, würden die Verluste nur noch wachsen. Fazit: "Die Chancen, das Unternehmen fortzuführen, tendieren gegenNull". Damit hat Wischnat, der dem Insolvenzverwalter eine Frist setzen wollte, binnen der die Eilser Baustellen abgearbeitet werden sollten, nur noch zwei Alternativen: Erstens: "Wir kündigen der Firma die Aufträge und schreiben die Baumaßnahmen neu aus." Zweitens: "Wir fragen den Bieter, der nach Tegtmeier das nächstgünstigste Angebot abgegeben hatte, ob er (noch) interessiert ist, die Projekte zu Ende zu führen." Zumindest in Sachen Heeßen hat Wischnat nach einem Gespräch mit Höltershinken gestern bereits einen Erfolg erzielt: "Ich habe für die Baustelle eine Freigabe erreicht. Nächste Woche gehen dort die Arbeiten mit einer anderen Firma weiter." Die soll dann auch gleich das Fällen der Birken auf dem Sportplatz Luhden übernehmen. Und was die Straße "Rosental" betrifft: "In dieser Angelegenheit werde ich in der kommenden Woche weiter verhandeln."

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