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Kundin wird um 150 Euro erleichtert / Ausweis liegt später unter der Autobahnbrücke

Taschendiebe kommen mit faulen Tricks

Obernkirchen (sig). Eine Einwohnerin aus der Bergstadt wurde am vergangenen Sonnabend Opfer eines dreisten Taschendiebstahls. Dabei wurde ihr eine Geldbörse mit einem Barbetrag von 150 Euro und dem Personalsausweis entwendet. Die "Machart" lässt darauf schließen, dass es sich um eine geplante Straftat handelt, die von einem Frauentrio gemeinschaftlich begangen wurde.

Die Obernkirchenerin hatte einen Markt in der Innenstadt aufgesucht, schob den Einkaufswagen vor sich her und begab sich mit den ausgesuchten Waren in Richtung Kasse. Dort wurde sie von einer jungen Frau angesprochen, die sie bat, den Aufdruck einer Tube zu lesen, weil sie keine Brille mit habe. Angeblich wollte die Fremde wissen, ob man die Creme auch für ein zweijähriges Kind verwenden könne. Die unter diesem Vorwand angesprochene Kundin zeigte sich hilfsbereit, obwohl sie selbst Mühe hatte, die klein gedruckte Schrift zu entziffern. Währenddessen bemerkte sie ein Tuscheln hinter ihrem Rücken. Sie drehte sich um und stellte fest, dass zwei ältere Frauen hinter ihr standen. Zu diesem Zeitpunkt hegte die Obernkirchnerin noch keinerlei Argwohn. Als sie aber etwas später an der Kasse stand und bezahlen wollte, ging ihr ein Licht auf. Sämtliche Reißverschlüsse ihrer Textiltasche, die sie in den Einkaufswagen gelegt hatte, waren geöffnet. Vergeblich suchte sie darin nach ihrer Geldbörse. Die war verschwunden mitsamt einem Bargeldbetrag in Höhe von 150 Euro und ihrem Personalausweis. "Das Gespräch vor der Kasse war fingiert, die junge Fragestellerin sollte mich nur ablenken, damit die beiden älteren Frauen Zeit hatten, meine Tasche durchzusuchen", lautete die späte Erkenntnis der Betroffenen. Künftig werde sie ihre Tasche vorn am Körper tragen, um sie unter Kontrolle zu haben. Ihren Personalausweis bekam sie inzwischen zurück. Er wurde etwas zerknittert in einem Graben unterhalb der Buchholzer Autobahnbrücke gefunden. Die Geldbörse mit den 150 Euro bleibt verschwunden. Dieser organisierte Trickdiebstahl sollte alle warnen, die ihre Körbe oder Taschen mit den Geldbörsen in den Einkaufswagen zu legen. Das ist eine ideale Gelegenheit für die professionellen Langfinger.

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