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Acht Künstler aus über 300 Bewerbungen ausgewählt / Tutani, Lölke und Carasco sind dabei

Symposium: Wiedersehen mit guten Bekannten

Obernkirchen (rnk). Ein Wiedersehen mit gleich drei Bekannten kann auf dem nächsten Internationalen Obernkirchener Bildhauer-Symposium (IOBS) gefeiert werden: Mit dem Bolivianer Ted Carasco, Tutani Mgbazi aus Zimbabwe und Kai Lölke aus Hannover werden drei Künstler an der siebten Auflage mitwirken, die schon vor drei Jahren zwei Wochen lang auf dem Kirchplatz gearbeitethaben.

Ausüber 300 Bewerbungen hat der Vorstand des IOBS in den letzten Wochen und Monaten die diesjährigen Künstler ausgesucht, die vom 21. August bis zum 3. September am Symposium teilnehmen dürfen. Es sind bisher acht, allerdings könnten noch ein oder zwei Künstler dazukommen. Das hängt von den Finanzen des Vereins ab, denn finanziell ist IOBS nicht auf Rosen gebettet. Ein Symposium ist für den Veranstalter nicht ganz billig: Kosten für die An- und Rückreise fallen an, ebenso für die Unterkünfte sowie die Verpflegung der Künstler, die außerdem ein tägliches Taschengeld erhalten. Daher steht hinter dem Namen des achten Künstlers auch noch ein (ganz kleines) Fragezeichen: Isamou Fujimoto wird nur kommen können, wenn der Flug aus Japan finanzierbar ist. Auch Fujimoto hat schon zweimal an einem Obernkirchener Symposium teilgenommen, jedenfalls indirekt: 2000 und 2003 arbeitet er mit per Video einem Künstler auf dem Kirchplatz zusammen - Pascal Schmidt und Friedo Schange setzten um, was Fujimoto per Video aus dem Land der Sonne an Anweisungen vorgab. Ihre Premiere werden in diesem Sommer Katja Stelljes aus Bremen, Dominica Griesgraber aus Polen, Christoph Schindler aus Oberhausen und Emil Adamec feiern. Um die 14000 Besucher, so schätzten die Organisatoren vor drei Jahren, haben 2003 beim sechsten Symposium die auf dem Kirchplatz unter freiem Himmel arbeitenden Künstler besucht und ihnen auf die schaffenden Hände geschaut. Auch in diesem Jahr ist mit einem ähnlich hohen Besucherzuspruch zu rechnen. Neben der kollegialen Arbeit erklärt sich die Beliebtheit des Symposiums bei den Künstlern auch aus der Großzügigkeit des Hauptspenders: Steinbruch-Chef Klaus Köster spendiert ihnen Sandstein-Blöcke, die sie sich im Steinbruch aussuchen dürfen und die zuweilen das normale Budget eines teilnehmenden Künstlers gesprengt hätten. Tutani Mzgabe etwa hätte wohl nicht über die finanziellen Mittel, um in Zimbabwe aus einer der edelsten Steinsorten dieser Welt eine Skulptur zu schaffen. Diese Möglichkeit bot ihm das Symposium 2000, während dessen er aus Obernkirchener Sandstein die Skulptur "Imagination of beauty". Das war der Start zu einer steilen Karriere, die den heute 30-jährigen Mzgabe durch die ganze Welt führte. Das Symposium als Karrieresprungbrett - zuweilen werden auf dem Kirchplatz Träume wahr.

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