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RTL zeigt Zweiteilerüber die Katastrophe / Exponate im Hubschraubermuseum

"Sturmflut": Die Retter von Tausenden kamen aus Bückeburg

Bückeburg. "Sturmflut": Wer am heutigen Montag, 20. Februar, um 20.15 Uhr den letzten Part des RTL-Zweiteilers im TV sieht, sollte ganz genau hinschauen, denn: Die "fliegenden Engel" - Sikorsky S-58/H-34, und Vertol V-43/H-21 C (Banane) - die in dem Streifen gezeigt werden, waren zum größten Teil an der Heeresfliegerwaffenschule in Bückeburg stationiert und kamen 1962 während der Sturmflut in Hamburg zum Einsatz - der schwersten Naturkatastrophe der deutschen Nachkriegsgeschichte. Helikopter dieses Typs sind auch im Hubschraubermuseum Bückeburg zu besichtigen.

In der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 kamen insgesamt 315 Menschen ums Leben - tausende wurden Dank des Einsatzes der Hubschrauber der Bundeswehr gerettet: Viele Menschen harrten durchnässt bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auf Dächern und Bäumen aus und konnten nur durch waghalsige Manöver der Piloten evakuiert werden. War dies nicht möglich, drückten die Helikopter mit ihren Rädern Dächer ein, um den Eingeschlossenen Notausstiege zu schaffen oder wenigstens Lebensmittel in die Öffnungen abzuwerfen. Den Auslöser für diese einzigartige Rettungsaktion der deutschen Nachkriegsgeschichte gab Helmut Schmidt, damals Innensenator Hamburgs, der zum ersten Male in der Geschichte der Bundesrepublik den Einsatz der Bundeswehr bei einer zivilen Katastrophe anordnete. Übrigens: Neben den Exponaten in Bückeburg existiert noch ein flugfähiger Helikopter Sikorsky S-58 in Deutschland: Jener Hubschrauber, der, gerade geflogen von seinem Eigentümer Bernd Hauber, in dem Zweiteiler "Sturmflut" zum Einsatz kommt.

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