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SDAG schickt Sandsteinplatte in die neue Welt / Pferdegespann hält an der "Süßen Mutter"

Stein der Freundschaft geht auf große Reise

Obernkirchen (rnk). Es ist ein lang gehegtes Vorhaben der Schaumburger Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft (SDAG), das in der nächsten Woche verwirklicht wird: Ein Obernkirchener Sandstein macht sich auf den Weg nach Schaumburg in Illinois.

Die Obernkirchener Sandsteinbrüche haben dafür eine sehr schöne Sandsteinplatte zur Verfügung gestellt, die zurzeit im "Garten der geliebten Steine" unterhalb der Paschenburg mit dem Schaumburger und dem Illinois-Wappen verziert wird. Die SDAG verfolge mit dieser Sandsteinplatte mehrere Ziele, erklärt Vorsitzender Dr. Stephan Walter. "Sie soll ein Markstein für unsere über zwanzigjährige Freundschaft sein, sie ist ein Geschenk zum 50. Jubiläum der Verleihung der Stadtrechte für Schaumburg, sie soll daran erinnern, dass gerade das Produkt Sandstein für die friedlichen Kontakte des Schaumburger Landes in alle Welt steht, und wir wollen mit ihr deutlich machen, welche große ökonomische und kulturelle Bedeutung der Transportweg Weser für unseren heimischen Raum einst hatte." Die Sandsteinplatte soll zum 230. Nationalfeiertag der USA in Schaumburg, Illinois,übergeben werden. Sie wird dort einen repräsentativen Platz im neuen Convention Center finden - einem 250- Millionen-Dollar-Projekt der Stadt Schaumburg, das gleichzeitig eröffnet wird. Die SDAG möchte diesen Obernkirchener Sandstein auf Grund seiner großen symbolischen Bedeutung angemessen "verabschieden". Am Sonnabend, 6. Mai, wird der Sandstein um 10 Uhr auf einem historischen Pferdefuhrwerk vom Bückeberg aus die ehemalige Gaststätte "Süße Mutter" in Rolfshagen erreichen. Dort wirdder Männergesangverein Obernkirchen Lieder der Obernkirchener Steinmetze aus früheren Jahrhunderten vortragen. Der Leiter des Museum Obernkirchen, Rolf-Bernd de Groot, wird an die Bedeutung des Obernkirchener Sandsteins für das Schaumburger Land erinnern. Außerdem wird eine originale "Süße Mutter" die Pferde für ihren weiteren Weg nach Rinteln aufmuntern. Gegen 13 Uhr wird der Transport, begleitet von einer Reitereskorte, Rinteln erreichen. Am "Alten Kran" wird der Stein symbolisch auf seine Reise in die neue Welt verabschiedet. Dort wird neben Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier auch Dr. Vera Lüpkes, Direktorin des Weserrenaissance-Museum Schloß Brake in Lemgo, an die Bedeutung von Weserschifffahrt und Sandstein in früherer Zeit erinnern.

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