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Standort stärken: SPD will lokales Familienbündnis

Bückeburg. "Die familienfreundliche Stadt - viel mehr als ein Schlagwort, nämlich eine ständige Aufgabe und Herausforderung. Herausforderung für wen?" Mit dieser Frage beschäftigten sich Vorstand und Fraktion der Bückeburger SPD auf einer gemeinsamen Klausur. Stadtverbandsvorsitzende Grit Schmidt und Fraktionsvorsitzender Bernd Insinger hatten eingeladen und unter anderem die Initiative der Bundesregierung "Lokale Bündnisse für Familien" ausführlich zur Diskussion gestellt.

"Lokale Bündnisse" sind Zusammenschlüsse - quasi Ideenschmieden - verschiedener gesellschaftlicher Gruppen. Sie verfolgen das Ziel, etwas für Familien zu bewirken, konkrete Vereinbarungen dafür zu treffen und sie in die Praxis umzusetzen, teilte die Stadtverbandsvorsitzende gegenüber der Presse mit. Denn dort, wo Familien sich wohl und willkommen fühlten, wollten sie auch leben und arbeiten. Im vergangenen Jahr seien bundesweit 260 Bündnisse gegründet worden, rund 200 befinden sich in der Vorbereitung. Jeder, der sich mit Kommunalpolitik beschäftigt, wisse um die Bedeutung der "weichen Standortfaktoren", zum Beispiel für die Bevölkerungsentwicklung. Ein familienfreundliches Wohnumfeld, Kinderbetreuung, Modelle zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie seien Anliegen, die nicht nur für die Kommune selbst, sondern unter anderem auch für die heimische Wirtschaft von großer Bedeutung seien: "Sie tragen dazu bei, die Entwicklung und Infrastruktur zu stützen und zu fördern." Zwei Vertreterinnen vom "Lokalen Bündnis für Familie" aus der Nachbarstadt Minden schilderten der SPD ihre Erfahrungen bei der Gründung eines solchen Bündnisses. Sie bestätigten die Bedeutung für die eigene Stadt; mit ein Grund, dass die Vertreter der Kommune als Mitwirkende besonders gefragt seien, ebenso wie solche aus Bereichen der Wirtschaft, Kultur neben all denen, die bereits in Jugend- und Familienpolitik engagiert sind. Es gelte, all diese Bemühungen zu bündeln, neue Ideen einzubringen und gemeinsam die Verantwortung für ihre Umsetzung zu übernehmen. Die Genossen waren sich schnell einig, dass auch für Bückeburg ein solches "lokales Bündnis" von großem Interesse ist. Der anwesende Bürgermeister Reiner Brombach sicherte an Ort und Stelle seine grundsätzliche Bereitschaft zur Unterstützung zu. Ratsfrau Anka Knechtel als Vorsitzende des Jugendausschusses hatte sich bereits gemeinsam mit Bernd Schierhorn (Bündnis 90 / Die Grünen) mit dieser Thematik auseinandergesetzt und wurde in ihrem Vorhaben bestärkt, für die nächste Fraktionssitzung einen entsprechenden Antrag vorzubereiten.

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