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Werner Vehling verliert Kampfabstimmung / Bartling: Nominierungsvorgang offen und transparent

SPD-Kreisliste "Mischung aus Erfahrenen und Jüngeren"

Landkreis (ssr). "Eine gute Mischung aus erfahrenen kompetenten und jüngeren neuen Kommunalpolitikern" kennzeichnet nach den Worten des Schaumburger SPD-Chefs Heiner Bartling die oberen Plätze auf den SPD-Listen zur Kreistagswahl. In allen Fällen nahezu einstimmig haben die 95 Delegierten der Wahlkreiskonferenz am Sonnabend in Hespe die insgesamt 72 Kandidaten auf ihren zuvor von den Ortsvereinen gemeinsam vorbereiteten Listenplätzen bestätigt. Bartling betonte, im Gegensatz zurKreis-CDU, welche ihre Nominierungsversammlung hinter geschlossenen Türen abgehalten hatte, stelle sich die SPD bei diesem Vorgang "offen und transparent" dar.

Bei einer Liste kam es zu einer Kampfabstimmung. Der Ortsverein Hespe wollte den stellvertretenden Landrat Werner Vehling (Hespe) im Wahlbereich Obernkirchen/Auetal/Nienstädt von Platz sieben auf Nummer drei hieven lassen. "Vehling als Vorsitzender des Kreistags muss auf einen vorderen Platz, sonst gibt das nach außen ein Zerrbild ab", begründete das der Hesper Ortsvereinsvorsitzende Herbert Presser. Bartling entgegnete, ob Vehling seine Funktionen überhaupt wieder erhalten werde, entscheide erst die neugewählte Kreistagsfraktion, insofern dürfe dies kein Kriterium sein. Der Nienstädter Samtgemeindverbandschef Eckhard Ilsemann fügte hinzu, der ursprüngliche Listenvorschlag sei von allen zuständigen Gremien einmütig gebilligt worden. Bei der Abstimmung sprachen sich dann auch nur 25 Delegierte für Vehlings Vorstoß aus, der damit wie vorgesehen auf Platz 7 rangiert. Vehling war anschließend prompt einer von drei Kandidaten, die bei der Nominierung sichtbar weniger als die sonst üblichen "95 Prozent plus X" bekamen. Das schlechteste Ergebnis fuhr allerdings Erika Hoppe-Deter (Pollhagen) mit 83 Stimmen ein, gefolgt von Vehling (87 Stimmen) und von Grit Schmidt (Bückeburg, 90 Stimmen). Im Wahlbereich Stadthagen führt der erstmals für den Kreistag kandidierende Chef der SPD-Stadtratsfraktion, Karsten Becker, die Liste an. Es folgen Merve Neumann-Tietzer und Erich Lockemann. In Rinteln steht Helma Hartmann-Grolm an Nummer eins, hinter ihr folgen Eckhard Hülm und Karl Lange. Für Bückeburg/Eilsen lautet die Reihenfolge der ersten Drei: Horst Schwarze, Grit Schmidt und Heinz Grabbe. Für den Wahlbereich Nenndorf, Rodenberg heißt die Dreierspitze: Bürgermeisterin Gudrun Olk, Marina Brand und Sigmar Sandmann. Im Wahlbereich Obernkirchen, Auetal, Nienstädt treten auf den Spitzenplätzen an: Kreistags-Fraktionschef Eckhard Ilsemann, Ilka Ostermeier-Neumann, Manfred Spenner. Die im Vorfeld intern recht umstritten gewesene Liste im Wahlbereich Niedernwöhren, Lindhorst, Sachsenhagen führen auf den ersten drei Plätzen an: Erika Hoppe-Deter, Herwig Henke, Andreas Günther.

  • Carsten Becker
  • Gudrun Olk
  • Helma Hartmann-Grolm
  • Erika Hoppe-Deter
  • Horst Schwarze
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