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Stefanie Kirsch und Hannelore Grundke gestalten leeres Schaufenster mit Playmobil-Spielzeug

"Sollen sich richtig die Nase dran plattdrücken!"

Obernkirchen (sve). Lego oder Playmobil? Wenn es nach Stefanie Kirsch und ihrer Mutter Hannelore Grundke geht, dann auf jeden Fall Playmobil. Mutter und Tochter sind seit eineinhalb Jahren so verrückt nach dem Selbstbau-System, dass sie jetzt an der Neumarktstraße in einem Schaufenster ausstellen.

Die beiden sind durch Stefanie Kirschs Mann mit dem Obernkirchener Verschönerungsverein in Verbindung gekommen, der sich dafür einsetzt, dass leer stehende Schaufenster mit allerlei Schönem geschmückt werden. "In manchen Schaufenstern hängen einfach Zeitungen aus. Unsere Playmobillandschaft soll vor allem für die vorbeigehenden Kinder sein. Sie sollen sich richtigdie Nase daran platt drücken," sagt die im Obernkirchener Kindergarten-Förderverein "Tinker Bell" Tätige. Da sie Mutter einer fünfeinhalb Jahre jungen Tochter ist, beantwortet sich die Frage nach der Herkunft dieses Hobbys fast von selber: "Angefangen hat alles mit einem kleinen Playmobilhaus, das mein Mann und ich meiner Tochter geschenkt haben." Weiter ging es mit der Teilnahme an einem Internetforum über Playmobil unddiversen Besuchen auf Playmobilausstellungen. Bald steht sogar ein Besuch im Playmobilwerk an. "Darauf freuen wir uns ganz besonders, denn Playmobil hat noch nie jemanden hinter die Kulissen der Produktion schauen lassen", schwärmt Hannelore Grundke, die die Fabrik im September mit ihrer Tochter besucht. "Ein echtes, unvergleichliches Highlight für jeden Fan und Sammler." Letzteres sind beide aber nicht, denn es gibt einen kleinen aber feinen Unterschied zwischen ihnen und Sammlern. Stefanie Kirsch: "Ich kaufe Playmobil, und spiele mit meiner Tochter damit. Richtige Sammler stellen nur aus und haben noch ein gekauftes Stück originalverpackt im Schrank stehen. Bei uns wird damit umgegangen, und es wird vor allem nicht doppelt gekauft." Und so gehören alle Teile, die im Schaufenster mit sehr viel Liebe und Leidenschaft aufgestellt sind, Stefanie Kirsch. Unschwer zu erkennen hat die aktuelle Ausstellung den Titel "Urlaub, Ferien, Strand". Im Gegensatz zu den anderen Schaufenstern in Obernkirchen, die meist mit Kunstwerken dekoriert sind, wechselt das Thema von Stefanie Kirsch und Hannelore Grundke alle vier Wochen. "Wir haben einfach zu viel Spaß daran, als dass wir es länger stehen lassen könnten." Außerdem ist es eine willkommene Abwechslung, denn die meisten Schaufenster sind zwar auch schön geschmückt, doch werden sie nie geändert. "Eigentlich ist viel zu wenig Platz für alles, was wir machen wollten. Aber wir sind schon so lange auf der Suche nach einem passenden Ausstellungsplatz, dass wir erst mal sehr froh mit diesem sind." Und wie wird das nächste Thema heißen? "Das soll eigentlich eine Überraschung werden, doch wir können es schon verraten: Es wird ,Einschulung' sein. Man kann so viel mit Playmobil machen und richtig kreativ sein", sagt Hannelore Grundke.

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