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Skaterbahn: Seit 53 Monaten nur eine Idee

Bückeburg (rc). Wieder einmal stand die Skaterbahn auf der Tagesordnung. Mehrere jugendliche Skater verfolgten die Debatte, konnten so erfahren, wie Politik funktioniert. Sie konnten von Stadtjugendpfleger Stefan Reineke hören, dass es etwa 40 Skater in Bückeburg gibt, von denen etwa 85 Prozent in der Kernstadt wohnen. Von der Ausschussvorsitzenden Anka Knechtel (SPD) hörten sie, dass sich Skaten auch in Bückeburg zu einer etablierten Jugendkultur entwickelt hat. Allerdings: "Skater haben keinen Platz." Seit 2001 werde das Thema debattiert. Der eindeutige Antrag der Opposition: 20 000 Euro in den Haushalt, damit 2006 endlich etwas passiert.

Danach wollten alle hören, was seit der letzten Debatte im November geschehen ist. Achselzucken bei Amtsleiter Siegfried Demjanenko. Nichts neues. Nach wie vor gelte, dass statt des Standortes Evesen die Fläche hinter der Umgehungsstraße an der Petzer Straße bevorzugt werde. Nach wie vor gebe es keine Kostenermittlung. Nach wie vor werde von der Verwaltung kein Beteiligungsverfahren eingeleitet, weil keine Umsetzungsperspektive bestehe. Knechtel: "Dieses Kind müssen wir endlich einmal zur Welt bringen." Die Jugendlichen hatten genug von der 53 Monate währenden Geburtsvorbereitung. Beim Stadtjugendpfleger hinterließen sie Adressen, damit eine Unterschriftenliste initiiert werden kann. Dann trollten sie sich - und rollten mit ihren Boards über den Markt.

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