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Jugendliche reichen 300 Unterschriften ein / Hey (CDU): "Die Gruppe bewegt sich" / Standort Petzer Straße gut geeignet

Skaterbahn: Jetzt stehen alle Zeichen auf Bau!

Bückeburg. Knapp 300 Unterstützungs-Unterschriften - und ein von Thorwald Hey diagnostiziertes "Umdenken" innerhalb der CDU/BfB-Gruppe: Ist das der Durchbruch in Sachen Skaterbahn? Fast ist man versucht zu sagen: Ja. Einzige Bremse: Die Mehrheitsfraktion hat mit Blick auf die Finanzierung bis zur Haushalts-Ratssitzung am kommenden Donnerstag, 30. März, noch - letzten - Beratungsbedarf. Und so kann Anka Knechtel (SPD), Chefin des Ausschusses für Jugend, Familie und Soziales, Mittwochabend im Neuen Ratssaal den ersehnten Empfehlungsbeschluss für den VA noch nicht verkünden ...

Doch der Reihe nach: Als Knechtel die Ausschusssitzung eröffnet, haben 17 der "50 aktiven Skater", die Amtsleiter Siegfried Demjanenko in Bückeburg und den Ortsteilen ausgemacht hat, in den Zuschauerreihen Platz genommen. "Sie haben", sagt Christoph Struckmann, Vorsitzender des Stadtjugendrings, mit Blick auf die "Youngsters", "300 Unterstützungs-Unterschriften für die Skaterbahn gesammelt - innerhalb der Kürze der Zeit eine beachtliche Zahl". Spricht's und übergibt die Listen an den Amtsleiter, der sie jetzt an Bürgermeister Reiner Brombach weiterleiten soll. Nicht minder schön: "In unserer Gruppe", sagt Hey mit Blick aufs Thema, "ist Bewegung - nächste Woche mehr dazu". Persönliche Erklärung des Christdemokraten: "Ich selbst bin 1966 wahrscheinlich der erste Skateboarder Bückeburgs gewesen, habe damals ein Holzboard aus Amerika bekommen." Ihm, der seinen drei Jungs das Skateboarden vor zwölf Jahren beigebracht habe, liege es sehr am Herzen, dass die Anlage gebaut werde. Ein Bekenntnis, das die Jugendlichen in den Zuschauerreihen mit spontanem Applaus quittieren. Auch Knechtel und Struckmann sind frohüber das "Umdenken". Allerdings: "Wir müssen der Gruppe noch die Kosten aufzeigen", erklärt Jürgen Hockemeier (BfB). Mit den anvisierten 20 000 Euro sei es vermutlich nicht getan. Er selbst gehe von 50 000 Euro für die Asphaltierung des für die Anlage favorisierten Platzes an der Petzer Straße (hinter der B 65) aus; hinzu kämen noch die Kosten für die Anlage selbst. Demjanenko widerspricht: "Die Asphaltierung wird etwa 15 000, das Projekt insgesamt 30 000 Euro kosten." Der Restbetrag, derüber die 20 000 Euro hinausgehe, die die SPD-Gruppe als Zuschuss im Vermögenshaushalt bereitstellen wolle, werde durch Sponsoren aufgebracht. Mehr Geld sei auch nicht von Nöten, weil die Skater selbst nichts davon hielten, überteuerte und ungeeignete Aufbauten "von der Stange" zu kaufen. Im übrigen könne die Anlage weitgehend in Eigenarbeit erstellt werden. Eine Aussage, auf die hin Hey spontan verspricht: "Wenn's los geht, werde ich mich persönlich auf den Minibagger schwingen und einen ganzen Tag lang helfen." Tatsächlich ist der ins Auge gefasste Platz auch nach Meinung Demjanenkos gut geeignet. Er sei so gelegen, dass Wohngebiete durch die Geräuschkulisse nicht tangiert würden. Außerdem sei das Areal so weit weg vom "Schuss", dass die Skater dort von Jugendlichen, die ihnen Übles wollten, nicht belästigt werden. Fazit Hockemeiers am Ende der 20-minütigen Diskussion: "Bei uns kursierten bislang ganz andere Kosten für das Projekt. Das, was ich heute gehört habe, klingt vom Preis schon viel attraktiver." Dennoch müsse auch diese Finanzierung noch innerhalb der Mehrheitsgruppe besprochen werden. Das allerdings ist eine Äußerung, die Hockemeier Kritik von Bernd Schierhorn (Bündnis 90/Die Grünen) einträgt: "Die Details des Projekts sind seit Februar 2005 bekannt. Danach gab's wenigstens zwei weitere Sitzungen, auf denen drüber gesprochen wurde." Er, Schierhorn, finde es mittlerweile "strapaziös", dass CDU und BfB einen solch langen Entscheidungsprozess bräuchten. "Aber bitte, wenn's denn der Sache dient - dann können wir die eine Woche auch noch warten ..."

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