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Schaumburger Initiative gegen Arbeitslosigkeit besteht seit zehn Jahren / Zehn Mitarbeiter

Siga optimistisch: "Es geht wieder aufwärts"

Landkreis (sk). "Es war eine stürmische See, aber wir haben Kurs gehalten. Es geht wieder aufwärts." Rudolf Krewer, Vorsitzender der Schaumburger Initiative gegen Arbeitslosigkeit (Siga), sieht den Verein nach finanziell schwierigen Zeiten wieder gefestigt. Krewer blickte während der Jahresversammlung im Pfarrheim St. Joseph auf das vergangene Geschäftsjahr zurück.

Unter anderem hatte der Verein, der in diesem Jahr zehn Jahre alt wird, mit der Einführung von Hartz IV den Wegfall des Integrationsfachdienstes zu verkraften. Der Dienst wurde zuvor im Auftrag der Agentur für Arbeit von "Siga"-Geschäftsführer Joachim Peters geleistet. Mit Einstellung des Dienstes waren für Peters bei der "Siga" "Geld und Stelle weg". Peters ließ den Verein jedoch nicht im Stich und arbeitete als Geschäftsführer ehrenamtlich weiter. Da sich die finanzielle Lage des gemeinnützigen Vereins gebessert hat, verkündete Peters, er könne sich jetzt "wieder selbst einstellen". "Das vergangene Jahr war nicht langweilig", stellte Krewer die Probleme dar. Der "Siga" versiegte das Geld. Die Umsätze in den Projekten gingen zurück, die Personalkosten blieben, Mitarbeiter mussten entlassen werden. Das Antikmarkt-Projekt im Rintelner Alten Museum wurde mangels Zuspruch geschlossen, das Vorhaben "integratives Hotels in Bad Eilsen" ad acta gelegt, da sich kein Betreiber gefunden hat. Geschlossen wurde außerdem der Flohmarktladen an der Niedernstraße in Stadthagen. In der für die "Siga" schwierigen Zeit habe "der Landrat viel moralischen Mut zugesprochen", bedankte sich Krewer bei Heinz-Gerhard Schöttelndreier. Und auch die Sparkasse Schaumburg "hat uns die Stange gehalten", so Krewer. Dieser zeigte sich zuversichtlich, dass man die "Miesen" in diesem Jahr zurückzahlen könne. Die "Siga" beschäftigt zurzeit in vier Projekten (Möbelbörse, "Flair"-Laden, Antik-Möbel-Manufaktur und dem Projekt Internet-Auktionsshop) insgesamt zehn Mitarbeiter, die durch Krankheit oderandere Probleme im ersten Arbeitsmarkt keine Chance mehr haben. Sieben Mitarbeiter, davon fünf Schwerbehinderte, sind fest angestellt, drei geringfügig beschäftigt. Das "Siga"-Engagement rund um alte Möbel hatte die Kritik einiger Antiquitätenhändler auf den Plan gerufen. Schöttelndreier wies in diesem Zusammenhang deutlich auf die Gemeinnützigkeit des Vereins hin, der in keinem Wettbewerb mit wirtschaftlichen Unternehmen stehe. Um für den Verein zu werben, soll die "Siga" Mitglied im Verein Stadtmarketing Stadthagen (SMS) und eventuell in ähnlichen Vereinen im Landkreis werden. Diesen Vorschlag Krewers befürworteten die 20 Versammlungsteilnehmer bei einer Stimmenthaltung. Die Siga hat 253 Mitglieder.

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