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Volksfest im Freibad: Förderverein gewinnt gestern zum ersten Mal seine Wette

Sieben auf einen Streich - doch das Eis hält

Obernkirchen (rnk). Vorsicht ist nicht nur die Mutter der Porzellankiste, sondern auch der oberste Repräsentant des Landkreises: Mit einem langen Rettungsseil abgesichert, betrat Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier gestern Nachmittag um Punkt 16 Uhr die Eisdecke im großen Schwimmbecken. Und konnte ein bislang unbekanntes Gefühl genießen, denn das Eis hielt, der Förderverein hatte zum ersten Mal seine Eiswette gewonnen.

Ein Gefühl, das auch Detlef Hasse teilen durfte: Der Vertriebsleiter Nord von "Techno Pool" war eigens aus Hamburg angereist, um an der diesjährigen Eiswette teilnehmen zu können. Hasse hatte das Freibad kennen und schätzen gelernt, als er den Förderverein von der Salt-Water-Light-Anlage überzeugen konnte. Neben Hasse hatte der Landrat noch fünf triumphierende Schaumburger im Schlepptau, die in den letzten Jahren stets die Wette, dass das Eis dick genug sei, um einen Menschen zu tragen, verloren hatten: den CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Joachim Runkel, den jetzigen Oerlinghausener Stadtdirektor und ehemaligen Kämmerer der Stadt Obernkirchen, Bernd Hellmann, sowie den CDU-Ratsherrn Peter Rudolph, den Ehrenvorsitzenden des Kreissportbundes Friedrich Meier und natürlich den Vorsitzenden des Schwimmbad-Fördervereins, Wolfgang Hein, der in der letzten Woche auf dem Eis schon eine erfolgreiche Stellprobe absolviert hatte. Und die Sieben zelebrierten ihren Triumph: Mit weißen Handschuhen und schwarzer Fliege servierte ihnen Butler Wolfgang Struckmeier stilvoll Kaffee und Kuchen mitten auf dem zugefrorenen Becken. Es dauerte indes nicht ganz so lange, bis die Zuschauer entdeckten, wie viel Spaß es machen konnte, die Promis mit Schneebällen einzudecken. In einer allgemeinen Schneeballschlacht löste sich die Kaffeerunde auf - Volksfestcharakter im winterlich-verschneiten Freibad. Rund 600 bis 700 Zuschauer mögen es gewesen sein, die in Zweier- und Dreierreihen am Beckenrand das Spektakel verfolgten. Zwei Stunden lang hatte ihnen der Förderverein vor der Eiswette ein buntes Rahmenprogramm serviert, das von der Bratwurst über den Glühwein bis zur Kinderanimation reichte. Schöttelndreier, der einen Scheck über 150 Euro für den Förderverein mitbrachte, hatte diesem und der Kommune ein dickes Lob ausgesprochen: Gute Ideen in Verbindung mit Kreativität und hohem ehrenamtlichen Einsatz, würden manches (finanzielle) Defizit ausgleichen, sagte der Landrat.

  • Stilvoll: Wolfgang Struckmeier gibt zur Feier des Tages den Butler.
  • Endlich gewonnen: Der Landrat führt die glorreichen Sieben an.
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