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Rolf Netzer zieht durchwachsene Bilanz / Probleme mit dem Schießstand

Schützenverband erschwert den Trainingsbetrieb des Schützenvereins

Bückeburg (jp). Auf ein konfliktfreies Jahr, in dem effektiv gearbeitet wurde, kann der Schützenverein Bückeburg zurückblicken. In seinem Jahresbericht bilanzierte der erste Vorsitzende Rolf Netzer während der Hauptversammlung zahlreiche Veranstaltungen, Pläne und Vorhaben des Vereins. So hätten zum wiederholten Male im Hof des Schießstandes Harrl Pflasterabsenkungen durch den Bauhof korrigiert werden müssen. "Das wird wohl ein Dauerthema bleiben." Auch die teilweise durchgefeuchteten Kugelfangdächer der Pistolenstände hätten noch nicht saniert werden können. "Ob das 2006 klappt, hängt von der Haushaltslage der Stadt Bückeburg ab."

Um der Feuchtigkeit im Keller des Gebäudes Herr zu werden, wurde im November die von Thomas Brandt gesponsorte Dachrinne am Schallschutztunnel angebracht. Mit den fünf im vergangenen Jahr neu beschafften Scheibentransportanlagen für das Luftgewehrschießen befindet sich der Schützenverein Bückeburg inzwischen auf dem neuesten Stand der Technik. Das Jahr 2006 beginnt für den Verein mit den höchst umstrittenen Neuregelungen des Niedersächsischen Sportschützenverbands (NSSV) zur Zugangsregelung von Waffenkammern. Neuerdings dürfen dies nur noch Personen mit einer Waffensachkundeausbildung. Als erste Konsequenz zog der Vorstand alle Waffenkammerschlüssel ein.In Zukunft sieht Rolf Netzer erhebliche Probleme bei der Organisation des Trainings auf den Verein zukommen. In Bad Eilsen war auf Grund dieser Änderung sogar der 1. Vorsitzende des Schützenvereins zurückgetreten. Nicht sonderlich erfreut ist man im Vorstandüber die vom NSSV für die Jahre 2006 und 2007 beschlossene Zwangsumlage von zwei Euro pro Jahr und Mitglied zum Ausbau des Schießsportzentrums Hannover zum Bundesstützpunkt Sportschießen. Dies bedeute für die Bückeburger Mehrkosten von jährlich rund 560 Euro, so Rolf Netzer: "Uns bleibt nichts anderes übrig, als diese Kröte zu schlucken und zu zahlen. Anderen Vereinen geht es ebenso. Erbaut ist davon niemand." Sportlich hatte der Schützenverein 2005 sowohl bei den DSB-Meisterschaften als auch den Rundenwettkämpfen und Traditionsschießen stets ein Wörtchen mitzureden. Die Kreismeisterschaften fügten 14 goldene, elf silberne und neun bronzene Einzeltitel der beachtlichen Sammlung hinzu. Auch bei den Landes- und Deutschen Meisterschaften wurden gute bis sehr gute Platzierungen erreicht. Herausragendes leistete dabei einmal mehr Wiebke Degener. Leider wird die erfolgreiche Jungschützin dem Verein aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen. Sportleiter Michael Findeisen setzte einen Glanzpunkt mit dem Erhalt des Meisterschützenzeichens, der höchsten schießsportlichen Auszeichnung des DSB. Mit 30 Jungschützen ist es in Sachen Nachwuchs rein zahlenmäßig gut bestellt. Allerdings leide das Trainingsengagement häufig unter schulischen und beruflichen Verpflichtungen, berichtete Jugendleiter Reinhard Haupt. Er erhoffe sich daher für 2006 "ein bisschen mehr sportlichen Ehrgeiz sowie eine bessere Einbindung der Jugendlichen in das Vereinsleben." Einen positiven Neustart hat die Homepage der Grünröcke genommen. Seit Schriftführer Jürgen Weiss die Regie übernahm, hat der Internetauftritt des Vereins ein neues und vor allem sehr aktuelles Gesicht bekommen. Unter "www.sv-bueckeburg.de" sind jetzt zahlreiche Informationen abzurufen sowie aktuelle Termine und Veranstaltungsfotos einzusehen. Eine seit Jahren im Vorstand klaffende Lücke konnte zu guter Letzt auch noch geschlossen werden: Hans Nolte wurde einstimmig zum neuen Presse- und Brauchtumswart gewählt.

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