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"Schäuble verharmlost Rassismus"

Landkreis. In scharfer Form hat der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy, Vorsitzender des Bundestagsinnenausschusses, dieÄußerung von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) zum Mordversuch in Potsdam an einem dunkelhäutigen deutschen Staatsbürger kritisiert.

"Während ganz Deutschland entsetzt ist über den offenkundig rassistisch motivierten Mordversuch von Potsdam", so Edathy, habe Schäuble gesagt, es würden "auch blonde blauäugige Menschen Opfer von Gewalttaten, zum Teil sogar von Tätern, die möglicherweise nicht die deutsche Staatsangehörigkeithaben. Das ist auch nicht besser". Edathy reagiert darauf: "Diese Aussagen sind vollkommen unverständlich, weil sie das Problem der rechten Gewalt in Deutschland verharmlosen. Im Jahr 2004 wurden 776 rechtsextremistisch motivierte Gewalttaten registriert, darunter sechs versuchte Tötungsdelikte, 37 Brandstiftungen und 640 Körperverletzungen. Hierbei handelt es sich um Gewalt aus Fremdenfeindlichkeit. Rassistisch motivierte Gewalt gegenüber blonden, blauäugigen Bürgern ist mir bislang nicht bekannt."

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