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Stadt grüßt mit Parkleitsystem / Burkhard Schatz übernimmt roten Passat / Watte statt "Schnee"

Ruhiges Silvester - auch für Polizei und Feuerwehr

Rinteln (wm). "Geiz ist geil", war eine Devise im verflossenen Jahr, die aber garantiert nicht für das Feuerwerk zum Jahreswechsel galt. Wer vom Klippenturm, von der Schaumburg oder - auf der anderen Weserseite - in Hohenrode auf Stadt und Dörfer im Tal blickte, erlebte mit Glockenschlag Mitternacht eine faszinierende Lichterschau am Himmel. Einige Bürger müssen tief in die Tasche gegriffen haben, denn da zündeten Wasserfälle aus Licht, glitzernde Chrysanthemen und Feuerkugeln. Glücklicherweise hatte bereits eine Stunde vor dem Countdown der Regen ausgesetzt, so dass auch in der Kernstadt die Straßen und Gassen voller Menschen waren.

Die Polizei meldete einen aus ihrer Sicht ruhigen Jahreswechsel ohne besondere Vorkommnisse. Eine ruhige erste Nacht erlebte auch Burkhard Schatz als Rintelns neuer Ortsbrandmeister, dem Helmut Blaue punkt 18 Uhr am Silvestertag den Dienstwagen, einen roten VW Passat,übergeben hatte. Danach habe er bei Freunden, bei Detlef Nagel, dem Leiter der Straßenmeisterei gefeiert, verriet Schatz - selbstverständlich ohne Alkohol. Seine erste Amtshandlung am Neujahrsmorgen hatte dann noch mit seiner ehemaligen Funktion als Gerätewart zu tun: Er vervollständigte die Fahrtenbücher aller Feuerwehrfahrzeuge. Das Amt des Gerätewarts hat jetzt kommissarisch Sven Thiele übernommen, den die Feuerwehr noch offiziell bestätigen muss. 140 Einsätze fuhr die Ortswehr im Jahr 2005. Als letzte Einsätze mussten Mülltonnen gelöscht werden, am Silvestermorgen in der Karlstraße, einen Tag vorher in der Bahnhofstraße. Zu einer fröhlichen Silvesterparty hatte der SV Engern ins Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Ein einziges Problem mussten die Organisatoren um Martin Thiedig noch kurz vor Festbeginn lösen. Die Party stand unter dem Motto "Hüttenfete", doch Schneespray habe man weder in Rinteln noch in Bückeburg auftreiben können, berichtete Thiedig. So zauberten die Helfer des SV Engern Winterstimmung mit Wattebällchen. Ein Spektakel besonderer Art erlebten die vielen Zuschauer am Doktorsee, die sich trotz des Regens am Ufer eingefunden hatten: Sieben Wasserskiläufer, darunter Ulrich Wollmann, Frank Wehmeier, Hans und Margit Bangert und Volker Schmidt zogen hinter einem Motorboot über eine Stunde lang ihre Runden und zeigten auch wahre Artistik beim Barfußlaufen und auf dem Wakeboard. Wer am Neujahrsmorgen in die Stadt fuhr, konnte auf den Schildern des Parkleitsystems den Neujahrsgruß der Stadt Rintelnlesen. Entgegen den Erwartungen erblickte im Kreißsaal des Kreiskrankenhauses bis Mitternacht kein neuer Erdenbürger das Licht der Welt. Marlon Röder aus Bösingfeld ist damit das letzte Baby, das in der Rintelner Geburtshilfestation zur Welt gekommen ist. Die Station ist geschlossen. Dafür gibt es jetzt "Emma", ein Zentrum für Schwangere, Mütter und Väter (wir berichteten).

  • Beste Stimmung im Dorfgemeinschaftshaus Engern beim SV.
  • Mit 60 Sachenüber den Doktorsee - und das auf einem Fuß: Frank Wehmeier zeigte am Silvestertag, wie das geht.
  • Wer es nicht laut mochte, griff auf dem Rintelner Marktplatz zu Wunderkerzen, um das neue Jahr zu begrüßen. Fotos: tol
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