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Klönen, singen, informieren: Alleinunterhalter Gerhard Matthä bringt 70 Prozent der Rannenberger Senioren in Schwung

Riesige Resonanz: Dorfmittelpunkt als Seniorentreff

Rannenberg (maro). Mit diesem Erfolg seiner Einladung zu einem unterhaltsamen Klönnachmittag im Dorfgemeinschaftshaus hatte Heinrich Wente kaum gerechnet: Von den 45 Rannenberger Seniorinnen und Senioren über 65 Jahren waren 32 gekommen. Als schneller Kopfrechner hatte der Ortsvorsteher und 1. Vorsitzende der Dorfgemeinschaft gleich noch eine Zahl parat: "Das sind immerhin knapp über 70 Prozent unserer älteren Mitbürger, die diese Chance zu einem geselligen Nachmittag nutzen wollen."

Wente erinnerte seine Gäste an die vergeblichen Versuche in den vergangenen Jahren, so eine Seniorenrunde ins Leben zu rufen. Damals waren gerade mal eine knappe Hand voll älterer Einwohner übrig geblieben, die sich in regelmäßiger Runde trafen. Jetzt lockten nicht nur Kaffee und Kuchen die Mehrheit der älteren Rannenberger in den gemütlichen Saal des Dorfgemeinschaftshauses. Es war auch die musikalische Unterhaltung, die Gerhard Matthä mit seinem Akkordeon neben plattdeutschen Geschichten, heiteren Loriot-Sketchen und lustigen Anekdoten mitgebracht hatte. Da ließen sich die Alt-Rannenberger nicht lange bitten, das Schifferklavier mit kräftigem Gesang zu begleiten. Frei nach dem Motto: "Wo man singt, da lass' dich ruhig nieder, böse Menschen kennen keine Lieder." Wie Matthä erzählte, verbinden ihn mit Rannenberg viele nette Erinnerungen. So sei er vor seiner Pensionierung als Lehrer der Rehrener Grundschule oft mit Schülern hier gewesen, um die Rannenberger Weihnachtsfeiern mit einem bunten Programm zu bereichern. Und Matthäs Akkordeon war auch mit dabei, wenn die Rannenberger auf ihren Erntewagen zum Treffpunkt nach Rehren fuhren. Doch Heinrich Wente hatte mit seiner Einladung nicht nur ein buntes Unterhaltungsprogramm und gemeinsamen Gesang im Sinn. Ihm ging es vielmehr darum, denÄlteren, von denen manche kaum noch aus dem Haus kommen, die Gelegenheit zum Austausch von Neuigkeiten und gemeinsamen Erinnerungen zu bieten. Darum hatte er bei der Jahreshauptversammlung im vorigen Jahr angeregt, den Dorfmittelpunkt verstärkt als Seniorentreff anzubieten. Das will er nach der jetzigen positiven Resonanz in den nächsten Monaten noch weiter ausbauen. Nicht nur mit Kaffee und Kuchen. Wente plant schon jetzt auch Vortragsveranstaltungen, denkt zusätzlich an gemeinsame Grillnachmittage auf dem Dorfplatz und will gern auch weitere Anregungen aufgreifen, um das Gemeinschaftsgefühl der Senioren zu stärken.

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