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Verkaufsanzeige in der "Allgemeinen Hotel- und Gaststätten-Zeitung"

Rätselraten um "traditionsreiches Tagescafé"

Rinteln (ur). Nach unserem Beitragüber den bevorstehenden Pächterwechsel bei der "Marktwirtschaft" brodelt die Gerüchteküche weiter in der Rintelner Gastronomie: Auch bei "Café Sinke" sollen sich Veränderungen anbahnen.

Bekanntlich hatte der Gastronom Klaus Krämer aus Bad Salzuflen nach dem altersbedingten Rückzug von Konditormeister Lothar Probst das renommierte Traditionshaus am Markt im Frühjahr 2004 neu eröffnet. Zumindest in der Sommerzeit waren die Außentische recht gut besucht und auch der Mittagstisch hat sich nach einigen Anlaufschwierigkeiten etabliert. Noch am 19. Januar 2006 erschienen in der Datenbank der Agentur für Arbeit in Rinteln wieder Stellenangebote für eine flexible Küchenhilfe und eine Serviererin - mit dem ausdrücklichen Hinweis: "Die Stelle ist geringfügig". Und das bei einem "Arbeitszeit-Fenster" von 9-18 Uhr! Die Veröffentlichung dieses Stellenangebots steht allerdings im Widerspruch zu zwei Immobilienanzeigen, die ebenfalls im Januar beim Branchenführer "Allgemeine Hotel- und Gaststätten-Zeitung" veröffentlicht wurden. In dem zweispaltigen Inserat unter der Rubrik "Verkäufe" heißt es mit der Titelzeile "Rinteln/Weser (Marktplatz/Fußgängerzone)" zwar unter einer anonymen Kennziffer, aber insgesamt doch recht eindeutig: "Historisches Wohn- und Geschäftshaus, traditionsreiches Tagescafé, Gewerbefläche ca. 250 Quadratmeter, Wohnfläche 105 Quadratmeter". Wenn man sich die einschlägigen Immobilien rund um den Marktplatz anschaut, treffen diese Angaben übereinstimmend wohl nur auf ein Gebäude zu - eben auf das "Café Sinke" am Marktplatz 3. Schließlich gibt es keinen anderen Betrieb. der an diesem Standort die Bezeichnung "traditionsreiches Tagescafé" beanspruchen könnte. Auf Nachfrage erklärte Krämer zunächst, dass es eine solche Anzeige nicht geben könne, da er sich nichtmit Verkaufsabsichten trage. Inzwischen liegt uns die Annonce in Originalform vor: Damit konfrontiert, beendete der Kaffeehausbetreiber das Telefongespräch grußlos und ohne jede weitere Stellungnahme. Es darf also weiter gerätselt werden.

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