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Weniger Arbeitslose im Landkreis Schaumburg / Im Juni mehr freie Stellen

Quote sinkt weiter auf 11,1 Prozent

Landkreis (dil). Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt hält an, hat sich im Juni aber leicht abgeschwächt. Im Arbeitsamtsbezirk Hameln sank die Arbeitslosenquote von 12,1 auf 11,8 Prozent, das sind 715 Personen weniger als im Mai. Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 13,3 Prozent, bedingt allerdings auch durch die Reformen am Arbeitsmarkt. Im Juni haben 1759 Arbeitslose wieder eine Arbeit gefunden, dem standen 1495 Entlassungen gegenüber.

Im Landkreis Schaumburg sank die Arbeitslosenquote im Juni um 0,4 auf 11,1 Prozent, was 8801 Arbeitslosen entspricht (Geschäftsstelle Stadthagen von 11,3 auf 10,9 Prozent, Geschäftsstelle Rinteln von 11,8 auf 11,5 Prozent). Stadthagen hat damit die niedrigste Quote im Bezirk Hameln der Agentur für Arbeit. Das Weserbergland steht aber schlechter da als der Schnitt in Niedersachsen-Bremen (10,5 Prozent). Im Juni meldeten sich im Landkreis Schaumburg 1420 Personen neu oder erneut arbeitslos. Gleichzeitig fanden 1754 eine neue Stelle. Es wurden im Juni 858 Stellenangebote gemeldet, 278 oder 47,9 Prozent mehr als im Juni 2005. Davon entfielen 685 auf Stadthagen (gegenüber Mai plus 119) und 193 auf Rinteln (plus zwei). Von den 1753 im Agenturbezirk gemeldeten freien Stellen entfallen allerdings 698 auf Arbeitsgelegenheiten und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM). Die Einstellungen verteilen sich auf eine Vielzahl von Branchen. Schwerpunkte lagen bei den Fertigungsberufen, insbesondere nach wie vor rund um den Bau und in den Metallberufen, sowie bei den Dienstleistungsberufen wie im Handel, Verkehr, im Büro und allgemeiner Art. "Viele Stellen werden nach wie vor von gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassern gemeldet, vielfach befristet", stellt Ursula Rose, Leiterin der Arbeitsagentur Hameln, fest. Die Zahl der Kurzarbeiter fiel erneut - auf derzeit 416 (Vorjahr 1013), vorwiegend im Raum Stadthagen, Rinteln und Hameln. Die Zahl der jungen Arbeitslosen sank (unter 25 Jahre) in Schaumburg von 944 auf 880, die Zahl der Landzeitarbeitslosen blieb mit 4013 fast stabil. Rose: "Insgesamt profitieren Langzeitarbeitslose deutlich weniger von der Belebung des Arbeitsmarktes als Empfänger von Arbeitslosengeld I."

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