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Krankenhaus setzt mit 14 Arbeitsgruppen auf Qualitätsmanagement / 60-Seiten-Werk gibt Überblick

"QUIBB" heißt das Zauberwort für Bethel

Bückeburg (rn). Ein liebevoll präparierter Schneemann hat sich im Eingang zur Begrüßung postiert. Farbenfrohe Herzensgrüße zum Valenstinstag am 14. Februar ziehen wenige Schritte weiter in einer Vitrine die Blicke auf sich. Der freundliche Empfang im Krankenhaus Bethel kommt nicht von ungefähr. Er ist Teil einer systematischen, das ganze Haus inklusive Putzkolonne und Küche umfassenden Qualitätsstrategie zum Wohl der Patienten. "Qualitätsinitiative Bethel Bückeburg (QUIBB )" , so heißt hier das Zauberwort.

Was konkret es damit auf sich hat, erfahren wir im Gespräch mit dem Chefarzt und Qualitätsmanagement-Leiter Dr. med. Axel Rinne. Der Internist bringt sein Credo auf eine bündige Formel: "Unsere selbst gesteckten Qualitätsziele sind sehr anspruchsvoll. Um sie zu erreichen, muss die Qualität unserer Arbeit hier überall im Haus als Daueraufgabe verstanden und stetig weiter verbessert werden. Ein fest installiertes Qualitätsmanagement ist dafür unverzichtbar." Seit einer schon 1998 abgeschlossenen zweijährigen Zusatzausbildung ist Rinne Schaumburgs einziger Chefarzt mit der offiziellen Zusatzbezeichnung "Ärztliches Qualitätsmanagement". Entsprechend frühzeitig hat er damit begonnen, für das Krankenhaus Bethel ein effizientes Qualitätsmanagement aufzubauen. Ein kurzes Lächeln huscht über Rinnes Gesicht: "Ein solches Management einzuführen, ist neuerdings für alle Krankenhäuser bundesweit zwingende Pflicht." Bethels Vorreiterrolle hat sich jetzt bei einer anderen gesetzlichen Neuregelung voll ausgezahlt: Alle zwei Jahre, beginnend 2005, müssen die Krankenhäuser in einem Qualitätsbericht ihre Leistungen darlegen. Für Bückeburg kein Problem. Im Gegenteil: Voluminöse 60 Seiten, auch für Laien verständlich, umfasst Bethels Premieren-Werk vom Herbst 2005. Als freiwilliger Schwerpunkt mit dabei: eine beeindruckende Dokumentation vieler und vielfältiger Anstrengungen in der vergangenen Zeit, die Qualität der Versorgung kontinuierlich anzuheben. Insgesamt 14 Qualitätszirkel arbeiten kontinuierlich und engagiert, zur großen Freude von Rinne: "Diese Arbeit der vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter läuft neben ihrer eigentlichen Arbeit im Haus." Weniger wird es auch in Zukunft nicht. Für kommendes Jahr steht das Zertifikat mit dem Gütesiegel "KTQ" der renommierten "Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen" auf dem Plan. Dr. Axel Rinne: "Alles sehr aufwändig, aber nach außen wichtig für das Haus." Mehr als einen "Zwischenschritt" sieht der Qualitätsmanager in dem Siegel nicht: "Man kann immer noch besser werden." Auch wenn es zum Beispiel nur herzliche Grüße in der Vitrine sind ...

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