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Generalversammlung der Buchholzer Feuerschützer / Gute Zusammenarbeit der Wehren und Politik

Psychische Belastung tragen die Einsatzkräfte

Buchholz (jp). Mit 6 Brandeinsätzen, einer technischen Hilfeleistung und vier Brandsicherheitswachen kann die Ortsfeuerwehr Buchholz auf ein vergleichsweise ruhiges 2005 zurückblicken. Ortsbrandmeister Thomas Reichelt und sein Stellvertreter Dirk Rinne bilanzierten auf der turnusgemäßen Jahreshauptversammlung die Einsätze des abgelaufenen Jahres, unter denen sich diesmal kein Großbrand und nur ein Mittelbrand, zwei Kleinbrände und ein Entstehungsbrand fanden. Einmal musste die Ortsfeuerwehr Buchholz zu einem Verkehrsunfall auf der Bundesautobahn A 2 ausrücken.

Auch auf Samtgemeindeebene hat es 2005 weniger Einsätze gegeben als im Jahr zuvor. 75 Einsätze und damit sieben weniger als 2004 zählte Samtgemeindebrandmeister Hartmut Krause in seinem Bericht auf. Hoch sei die Zahl der technischen Hilfeleistungen mit 32. Als nach wie vor enormes Problem erachtete Krause die Zahl von 26 Fehlalarmen, die meistendurch Brandmeldeanlagen in Bad Eilsen. Eindringlich appellierte der Samtgemeindebrandmeister, die Termine auf der Atemschutzanlage in Stadthagen zum Leistungsnachweise wahrzunehmen: "Eine Feuerwehr ohne Atemschutz kann heutzutage nicht funktionieren." Im Sommer dieses Jahres möchten die Buchholzer Brandschützer ihr neues Einsatzfahrzeug in Dienst stellen. Wegen Produktionsengpässen habe der ursprüngliche Liefertermin April nicht gehalten werden können, teilte Thomas Reichelt mit. "Wir hoffen aber, dass das Fahrzeug noch vor der Sommerpause im Juli 2006 ausgeliefertwerden kann." Ausdrücklich dankte er allen Gremien der Samtgemeinde sowie Samtgemeindebrandmeister Hartmut Krause für die gute Vorbereitung der Beschaffung. Samtgemeindebürgermeister Heinz Wischnat siehrt in der guten Zusammenarbeit der Eilser Ortswehren untereinander sowie mit den politischen Gremien und der Verwaltung das Erfolgsrezept für den Brandschutz in der Samtgemeinde: "Wir regeln unsere Angelegenheiten im Rahmen unserer Möglichkeiten selbst." Dabei könnten Politik und Verwaltung nur das Materielle liefern, die eigentliche Leistung müsse von den Ehrenamtlichen der Feuerwehr erbracht werden. Wischnat erinnerte an den Unfall vor wenigen Tagen auf der Bundesstraße 83, bei dem ein Mensch von Fahrzeugen überrollt wurde. Auch hier hätten die Freiwilligen der Feuerwehren die höchste Last zu tragen gehabt. Solche Einsätze mit Toten führten häufig zu enormen psychischen Belastungen bei den Einsatzkräften. Er sei daher sehr froh für die Bereitschaft mehrere Fachleute, den Freiwilligen in den Eilser Feuerwehren medizinischen und seelsorgerischen Beistand zu leisten. Kreistagsmitglied Heinz Grabbe versprach den Buchholzer Brandschützern, seitens des Kreises auch weiterhin alle freiwilligen Feuerwehren zu unterstützen. Einem Vorhaben des Kreises, zukünftig nur noch Stützpunktwehren finanziell zu fördern, habe man schnell einen Riegel vorgeschoben.

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