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91 000 Euro Kosten / 70 Prozent zahlt das Land / Sechs Schlammteiche werden verfüllt

Pläne fertig, Zuschussantrag gestellt: Projekt "Hochwasserschutz" beginnt

Bad Eilsen (tw). Bei der Finanzierung des Hochwasserschutzes für den Kurpark (wir berichteten) ist die Gemeinde jetzt einen großen Schritt weiter: "Dr. Michael Franke, Geschäftsführer der Ingenieurgesellschaft ,GEUM.tec GmbH' (Hannover), hat sämtliche Pläne fertig gestellt und den Antrag auf Zuschuss beim Land Niedersachsen eingereicht", berichtet Bürgermeister Horst Rinne, der seine Unterschrift unter das Papier gesetzt hat.

Das Gesamtpaket - Ausbau der "Flutmulde" im Kurpark und Ausbau eines Teils der Ex-Schlammteiche als Stauraum für die Auefluten - schlägt demnach mit 91 000 Euro zu Buche. Gibt Niedersachsen "Grünes Licht", muss Bad Eilsen mit 27 300 Euro nur 30 Prozent der Gesamtsummeübernehmen; den Löwenanteil würde mit 63 700 Euro (70 Prozent) das Land bezahlen. Rinne: "Die Maßnahme ist für 2007 vorgesehen. Sollten indes noch 2006 Mittel frei werden, fangen wir mit den Arbeiten noch dieses Jahr an." Die Details der Pläne: Kurpark: Beim Ortstermin haben sich Ratsmitglieder mit GEUM.tec darauf verständigt, die Gartenanlagen vor Hochwasser dadurch zu schützen, dass die vorhandene Flutmulde auf der gesamten Länge zwischen dem Tuffsteindurchbruch und der zweiten, aueabwärts gelegenen Brücke um etwa einen halben Meter vertieft und verbreitert wird. Um den (abgeleiteten) Wassermassen danach einen möglichst breiten Wiedereintritt in die Aue zu ermöglichen, soll die Mauer vor besagter Brücke auf einer Länge von etwa 30 Metern um einen halben Meter abgesenkt werden. Schlammteiche: Rinne hat das 15 000 Quadratmeter große und von einem Maschendrahtzaun umgebene Areal gemeinsam mit Bauhofleiter Bertram Meier dieser Tage das erste Mal begangen. "Gut die Hälfte der rund zwölf Teiche, die von einem Damm durchschnitten werden", sagt der Bürgermeister, "soll um eineinhalb bis zwei Meter vertieft werden und der Aue künftig als Überflutungsreservoir dienen". Alle Teiche in diese Maßnahme einzubeziehen, würde die Kosten nach Dafürhalten Rinnes unnötig in die Höhe treiben. Kommt hinzu: Um weitere Kosten zu sparen, will die Gemeinde den beim Auskoffern anfallenden Bodenaushub nicht abfahren lassen, sondern mit ihm die restlichen Teiche verfüllen - und so daraus ein "Biotop" machen. Nach Vorstellung Rinnes soll das Ganze anschließend unter Naturschutz gestellt werden. Der Öffentlichkeit bliebe das Gelände - als Refugium für die Tier- und Pflanzenwelt - weiterhin nicht zugänglich. Im Zuge der Erdarbeiten soll auch die untere der beiden Auebrücken abgerissen werden; sie ist schon seit dem Stilllegen der Schlammteiche ohne Funktion. Der Bürgermeister: "Der Abriss erfolgt aber nur, wenn das der Bagger, den wir fürs Auskoffern hier haben werden, leisten kann." Ginge das dagegen nur mittels eines extra zu ordernden Kranwagens, für den auch noch eine Behelfsstraße zur Brücke angelegt werden müsste, werde der Abriss die Gemeinde zu teuer kommen.

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